Aktuelles

Symposion zum 500. Todestag von Kaiser Maximilian I

Mit den Begrüßungsworten von Tiroler Versicherungsvorstandsdirektor Mag. Franz Mair, der Obfrau der Freunde des Tiroler Volkskunstmuseums, Herlinde Keuschnigg und  Museumsleiter Karl C. Berger, begann am 7. März in den Räumlichkeiten der Tiroler Versicherung in Innsbruck ein vom Tiroler Volkskunstmuseum organisiertes und überaus gut besuchtes Symposion zum 500. Todestag von Kaiser Maximilian I.

Aus den drei Referaten ging hervor, dass Kaiser Maximilian I. ein Phänomen war und schon seine Zeitgenossen faszinierte, vor allem, wenn man ihn mit der Distanz von 500 Jahren betrachtet. Ein glänzender Reiter, der bei den großen Ritterturnieren selbst antrat, um aller Welt zu beweisen, was für ein toller Mann war; ein gebildeter, manchmal zartfühlender Autor von Briefen und autobiographischen Texten; ein Freund der Künstler, der meist über seine Verhältnisse lebte und ständig Geldsorgen hatte.

So hob der Leiter des Gemeindemuseums Absam, Matthias Breit, als Kenner des maximilianischen Zeitalters, die Bedeutung des Haller Salzbergwerkes hervor, in dem es seit 1492 einen König Maximilian-Stollen gibt, den laut einer Eintragung im „Amtspuech“ von  von 1502 der Kaiser selbst angeschlagen haben soll.

Auch für Univ.-Prof. Dr. Sabine Weiss vom Institut für Geschichte der Universität Innsbruck, deren  neuestes Buch im November des Vorjahres erschien und eine Monografie über den am 12. Jänner 1519 verstorbenen Kaiser Maximilian darstellt, ist Maximilians Liebe zum Krieg eine maßgebliche Charakteristik. „Maximilian zählte einmal seine Prioritäten auf: Krieg, Jagd und Frauen“, ergänzte sie. Sie befasste sich in ihrem Referat vor allem mit Maximilians Gämsenjagd in der Martinswand und dem Kenotaph in der Innsbrucker Hofkirche.Was aber letztendlich blieb von seiner bewegten Regentschaft, ist die Organisation Österreichs in einen Beamtenstaat, seine Ehen, seine Expansionlust und die Kunst, die er hinterließ.

Eileen Bergmann M.A., Trier, erzählte Interessantes über die Bedeutung internationaler Ehen am Beispiel von Antonia Visconti und Bianca Maria Sforza. Reichtum, Prestige und Heiraten  waren ein probates Mittel in den damaligen Eheverbindungen und dienten der familiären Resilienz. (Dr. Heinz Wieser)

Blick ins Forschungs-und Sammlungszentrum Hall

Rund 30 Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obfrau Herlinde Keuschnigg und des Forums Land hatten am 25. Februar Gelegenheit, das am 8. September 2017 in Hall i.T. eröffnete  Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen zu besichtigen.

Der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Karl C. Berger, hieß die Gäste herzlich willkommen und bezeichnete das Sammlungs- und Forschungszentrum als konzeptionellen Meilenstein in der Entwicklung der Tiroler Museenlandschaft. Denn es vereint zentrales Sammlungsmanagement, höchste Sicherheitsvorkehrungen, optimale Lagerung der Exponate und modernste Arbeitsbedingungen zur Erforschung der Tiroler Vergangenheit unter einem Dach.

Von kleinen Nachtfaltern über seltene Musikinstrumente bis hin zu wertvollen Gemälden – das Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen ist eine wahre Schatzkammer. So finden neben sechs Sammlungen des Vereins Ferdinandeum, des Tiroler Volkskunstmuseums, des Kaiserjägermuseums und des Landes Tirol auch Werkstätten, Labors und Arbeitsplätze für 40 Mitarbeitern Platz.

Im neuen Sammlungs-und Forschungszentrum Hall lagern Millionen historischer Kostbarkeiten aus Tiroler Landesmuseen mit einem geschätzten Wert von über einer Milliarde Euro. (Dr. Heinz Wieser)

Tiroler Volkskunstmuseum beleuchtet Tabak-Konfliktgeschichte: „Auf der Kippe - Eine Konfliktgeschichte des Tabaks“ Ausstellung bis 10. November

Im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck wird bis 10. November die ungewöhnliche und interessante Ausstellung „Auf der Kippe - Eine Konfliktgeschichte des Tabaks“, gezeigt, zu der auch eine um Euro 24,90 erhältliche Begleitpublikation erschienen ist.

Naturgemäß standen bei der Eröffnung am 21. Februar die Themen wie Tabak und Rauchen im Mittelpunkt der Reden von Volkskunstmuseumsleiter Karl C. Berger, dessen Mitarbeiterin Anna Engl, Ausstellungskurato Günther Moschig und Landesmuseumsdirektor Wolfgang Meighörner. Der Liedermacher und Literat, Nino aus Wien,  sorgte für die musikalische Umrahmung.

Seit das Tabakrauchen im 16. Jahrhundert den europäischen Kontinent eroberte, war diese aus Amerika importierte Kultur immer wieder Gegenstand von Auseinandersetzungen.

Zunächst aber schätzte man die Pflanze als Heilmittel. Viele Ärzte empfahlen sie als Medizin gegen Schmerzen, Geschwülste, Bronchitis und sogar gegen die Pest. Studenten riet man, möglichst viel Tabak zu rauchen, das beruhige die Nerven und sei gleichzeitig gut für die Konzentration. Aber schon bald regte sich Widerstand, etwa von Seiten der Kirche, die das Tabakrauchen als Sünde geißelte, als verdammenswerte heidnische Brandopfer.

Zwischen tödlicher Krankheit und exotischem Genuss, zwischen lebenslanger Gesundheit und hedonistischem Lifestyle ist der Konsum von Tabak inzwischen weltweit zum Streitfall geworden. Dabei galt Tabak nach seiner Entdeckung in Südamerika als Heilmittel, eroberte als Genussmittel sehr rasch Europa, dann den Nahen Osten, Südostasien, China, Japan und schließlich Afrika.

2018 wurde in Österreich das bereits beschlossene Ge­setz zum generellen Rauchverbot in der Gastronomie und in öffentlichen Räumen wieder aufgehoben. Spätestens seit Irland, Norwegen und Italien 2004 dieses Rauchver­bot ausgesprochen haben, ist Rauchen in den Medien, bei gesundheitspolitischen Diskussionen und an den Stammtischen als Thema ein Dauerbrenner. Der damit verbundene soziale Paradigmenwechsel dient als Anlass für eine Ausstellung zum Thema Rauchen oder Nicht­rauchen. Die Kulturgeschichte des Rauchens ist immer auch eine Geschichte der Konflikte zwischen Rauchern und Antirauchern. Der Tabak sah sich seit seiner Einfüh­rung in Europa immer wieder mit Antitabakbewegungen konfrontiert. Seit den 1980er-Jahren wird Rauchen fast ausschließlich unter dem Gesundheitsaspekt diskutiert. Dabei werden Kulturleistungen, die mit Tabak und des­sen Konsum in Verbindung stehen, gänzlich ausgeblen­det. Rauchen ist aktuell nicht mehr nur eine individuelle Handlung, sondern berührt weitreichende soziale und kulturelle Fragen. Die Ausstellung folgt einerseits dem dialogisch-kontroversiellen Prinzip von Für und Wider Rauchen und geht andererseits der Vielfalt dieser Fragen nach. Es geht um Themen wie Moral, Genuss, Macht, Ge­sundheit, Rauch, Kultur, Geschlechterverhältnis und Zeit.(Dr. Heinz Wieser)

Programm Februar bis September 2019

Februar

Montag, 25. 2., 15.00 Uhr: Neues Sammlungs- und Forschungszentrum Hall
Ort: SFZ des Landes Tirol in Hall, Krajnc-Str. 1.
Führung: Karl C. Berger
Buslinien ab Hauptbahnhof Innsbruck zum Bezirks-Krankenhaus Hall: 504, 505 und 4130.
Anmeldung in Sekretariat TVKM

März
Donnerstag, 7. 3., 14.00 bis 17.00 Uhr: Symposion anlässlich des 500. Todestages von Kaiser Maximilian I.
Ort: Tiroler Versicherung, Wilhelm-Greil-Straße 10, Innsbruck.
Vortragende: Sabine Weiss, Eileen Bergmann, Trier, Matthias Breit (Absam).
Anmeldung in Sekretariat TVKM

Dienstag, 19. März, 15.00 Uhr: Zwischen Ideologie, Anpassung und Verfolgung. Kunst und Nationalsozialismus in Tirol. (Bis 7. 4. 2019)
Ort: Ferdinandeum
Führung: Kurator Günther Dankl

April

Donnerstag, 4. 4., 16.00 Uhr: Besuch des Ateliers von Mag. Hemma Kundratitz
Treffpunkt: Eingang Tiroler Volkskunstmuseum, Universitätsstraße 2, Innsbruck
Die akademische Restauratorin gibt Einblick in die Restaurierung von Tafelbildern und Wandmalerei.

Donnerstag, 25. 4., 14.00 Uhr: Besuch des Räter-Museums und der archäologischen Ausgrabungen auf der „Hohen Birga“ in Birgitz.
Treffpunkt: Dorfplatz Birgitz, gegenüber der Pfarrkirche.
Führung: Annegret Waldner, Museumsleitung.
Die Begehung des Grabungshügels bedarf guten Schuhwerks und ausreichender Trittsicherheit. Gehstrecke ca. 20 Minuten.
Anmeldung in Sekretariat TVKM

Mai

Samstag, 11. Mai: Kulturfahrt ins Pustertal: Aufkirchen, Toblach, Innichen, Sexten.
Herlinde Menardi gibt Einblick in die besonderen Kulturschätze des östlichen Südtiroler Pustertals. (Gesonderte Ausschreibung!)

Donnerstag, 23. 5., 15.00 Uhr: Ferdinandeum. Egger-Lienz und Otto Dix „Bilderwelten zwischen den Kriegen“. (16. 5. – 27. 10. 2019)
Führung: Helena Perena.

Juni

Dienstag, 18. 6., 18.00 Uhr: Arkadenhof des Tiroler Volkskunstmuseums
Feier anlässlich des 80. Geburtstags von Walter Nagl im Kreuzgang des TVKM

Juli

Mittwoch, 3. 7., 16.00 Uhr: Tiroler Volkskunstmuseum. „Auf der Kippe – eine Konfliktgeschichte des Tabaks“. (22. 2. – 10. 11. 2019)
Führung: Kurator Günter Moschig.

September

Dienstag, 3. 9., 16.00 Uhr: Zeughaus – „Des Kaisers Zeug“. Maximilian-Ausstellung.
Führung: Claudia Sporer- Heis. (12. 4. – 3. 11. 2019).

28./29. 9: Kulturfahrt über Grein an der Donau (einzigartiges historisches Stadttheater) und Stift Ardagger nach Melk (Weinverkostung und Übernachtung). Stift Altenburg (Besichtigung dieses Barockjuwels und der Sammlung des Ehepaars Arnold).
(Gesonderte Ausschreibung!)

Freundeskreis besuchte Margreiter-Krippe in Neupradl

Die seit 1956 in der vier Jahre zuvor benedizierten Innsbrucker Schutzengelkirche in Neupradl aufgestellte Bretterkrippe von dem 1876 in Innsbruck geborenen Rudolf  Margreiter war am 25. Jänner Anlass für den Besuch von rund 20 Mitgliedern des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obfrau Herlinde Keuschnigg und Volkskunstmuseumsleiter Karl C. Berger. Anwesend waren auch der Betreuer dieser besonderen Krippe, Dieter Lintner, und Prof. Siegfried Kluibenschedl, der durch seinen Großvater einen besonderen Bezug zu dieser Krippe hat.

Dieter Lintner, der die drei Szenen dieser Krippe, nämlich Herbergsuche, Geburt und Dreikönige, hervorhob, erzählte, dass der Krippenerbauer, einer der letzten bedeutenden Vertreter der sogenannten Nazarener-Richtung, in seiner Gefangenschaft in Ostsibirien während des Ersten Weltkrieges die Figuren entwarf, zeichnete und mit einer Laubsäge bei Kerzenlicht bearbeitete. Im Jahre 1956 machte der Künstler diese Krippe dem damaligen Pfarrvikar an der Schutzengelkirche, Consiliarius Josef Patscheider, zum Geschenk. Der Krippenberg des 1956 verstorbene Rudolf Margreiter wurde 1980 von Georg Dreschke, Innsbruck, und Franz Pernlochner, Thaur, neu gestaltet. (Dr. Heinz Wieser)

TVKM-Freunde besuchten Tiroler Krippenmuseum Fulpmes

25 Mitglieder des Vereins „Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums“ besuchten am 18. Jänner 2019 das seit 2008 bestehende Museum des Vereins der Krippenfreunde Fulpmes sowie drei Krippen im privaten Besitz.

Wie der ortskundige Krippenführer Matthias Denifl betonte, hat die Schnitzkunst im Stubaital eine lange Tradition, da einst viele Schmieden das nötige hochwertige Werkzeug herstellten.

Das Krippenmuseum bietet mit zahlreichen Infos und Exponaten einen hochinteressanten Einblick in die Entstehungsgeschichte der Weihnachtskrippe, in das Brauchtum und die Volkskultur sowie in die verschiedenen Techniken des Krippenbaus.
Krippen sind figürlich- künstlerische Darstellungen der Geburt Jesu in einem Stall zu Bethlehem. Die ersten bekannten schriftlichen Zeugen, die das Geschehen der Menschwerdung Christi beschrieben haben, sind die Evangelisten Lukas und Matthäus. Bereits im 4. Jahrhundert fanden sich in Rom bildliche Darstellungen der Geburt Christi. Urkundlich belegt ist, dass schon in altchristlicher Zeit am Weihnachtstag in den Kirchen religiöse Schaustellungen zu sehen gewesen sind, die ab dem 10. Jahrhundert immer mehr volkstümlichen Charakter annehmen. Oftmals wird auch der hl. Franz von Assisi als  „Vater der Krippe“ angesehen, da er im Jahre 1223 zu Weihnachten im Wald von Greggio die erste Weihnachtskrippe in der uns bekannten Form gebaut hatte.

Um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert verbreitete sich in Tirol der aus Italien kommende Brauch der Darstellung der Geburt Christi, in der uns heute so vertrauten Form der Weihnachtskrippe. Die Krippe wurde dann vor allem von der bodenständigen Landbevölkerung mit ihrer künstlerischen Veranlagung und klaren Formensprache gestaltet und gepflegt. Nicht nur die Phantasie, der Humor und das Leben des Volkes wurden zum Ausdruck gebracht, in ihr spiegelte sich echte Glaubensüberzeugung wider. Bekannt sind in Tirol das Krippenmuseum in der Brixner Hofburg, die Krippensammlungen des Tiroler Volkskunstmuseums in Innsbruck und die Krippen im Museum von Schloss Bruck bei Lienz. Seit 1963 besitzt das Tiroler Volkskunstmuseum eine sehenswerte Krippenschau. Anhand von Originalen kann die Entwicklung der Krippe in Tirol nahezu lückenlos verfolgt werden. (Dr. Heinz Wieser)

Neujahrsbesuch des „Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums“ bei Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi

Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi  empfing am 3. Jänner den am 18. Oktober des Vorjahres neugewählten Vorstand des „Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums“ mit Obfrau Herlinde Keuschnigg an der Spitze. In einem von freundschaftlicher Atmosphäre gekennzeichneten Gespräch würdigte der Bürgermeister die Bedeutung des Freundeskreises, der mit viel Engagement, Idealismus, Umsicht und Einsatzbereitschaft  die größte volkskundliche Sammlung im deutschsprachigen Raum fördert. „Dieses Museum, das nicht nur im kulturellen Leben der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck einen besonderen Akzent darstellt, sondern auch die einheimische Bevölkerung wie auch unsere Gäste anspricht, trägt wesentlich zur Wahrung und Vermittlung der Volkskultur und damit auch zur Tiroler Identität bei“, sagte Bgm. Georg Willi.

Obfrau Herlinde Keuschnigg  präsentierte sodann dem Bürgermeister die Mitglieder des Vereinsvorstandes, der im Jahre 1990 mit dem Ziel der finanziellen und ideellen Unterstützung des Volkskunstmuseums gegründet worden ist. Mit der Vereinsobfrau haben am Empfang des Stadtoberhauptes der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Karl C. Berger, Ehrenobmann Hofrat Otmar Kronsteiner, Gertraud König, Norbert Schatz, Arnold Weger und Heinz Wieser teilgenommen. Nach einem kurzen Überblick über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres skizzierte Obfrau Keuschnigg  das für heuer vorgesehene Vereinsprogramm.

Museumsleiter Karl C. Berger hob ebenfalls die Bedeutung dieser kulturellen Einrichtung für die Stadt Innsbruck hervor und gab Bürgermeister Georg Willi einen Einblick in das Ausstellungsprogramm des Tiroler Volkskunstmuseums. (Dr. Heinz Wieser)

Freundeskreis bei Krippenführung

Die Obfrau des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums, Herlinde Keuschnigg, hieß am 19. Dezember rund 50 zur Krippenführung erschienene Vereinsmitglieder herzlich willkommen.

Unter dem Motto „Weihnachtswunder“ im Tiroler Volkskunstmuseum führten sodann der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Kar C. Berger, und seine Mitarbeiterin Anna Engl durch die hauseigene Krippenausstellung.

Dabei wurde klar, dass Weihnachten in Tirol ohne Krippe undenkbar ist. In wechselnd zusammengestellten Szenen holen Figuren aus Holz, Wachs, Ton oder Karton das Weihnachtsgeschehen in die Stube.

Die geschnitzte Krippe verdankt ihre Verbreitung vor allem Johann Giner dem Älteren aus Thaur (1756-1833). Seine großfigurigen Kirchenkrippen wurden Vorbild für nachfolgende Krippenschnitzer. Besondere Beachtung  fand die sich in der Hofkirche im 2. Obergeschoß befindliche bekleidete Krippe aus Hall i.T. aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die erst vor wenigen Monaten bei  Dachbodenarbeiten entdeckt wurde. (Dr. Heinz Wieser)

Andreas Brunners vielbeachtete Krippe: „Weihnachten im Vatikan“

Das Stubenforum im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck, ein besonderer Raum der Kultur, erhielt am 5. Dezember  durch die Präsentation der aus der Kunstwerkstatt der Lebenshilfe in Lienz stammende und von Andreas Brunner geschaffene Krippe „Weihnachten im Vatikan“, erhältlich um Euro 15.00, eine besondere Ausstrahlung.

Museumsleiter Karl C. Berger stellte in Anwesenheit von Innsbrucks Kulturstadträtin Uschi Schwarzl, Freundeskreis-Obfrau Herlinde Keuschnigg und Kunstwerkstattleiter Rudolf Ingruber den 1960 in  Nikolsdorf geborenen Andreas Brunner vor und stellt mit Stolz fest, dass sich nun zu den vielen sich im Volkskunstmuseum befindlichen Papierkrippen diese neue Krippe „Weihnachten im Vatikan“ hinzugesellt. „In der Kunstwerkstatt Lienz der Lebenshilfe Tirol hat Andras Brunner sein handwerkliches Können geschult und eine prominente Stellung als Humorist erworben: Als solcher hat der Künstler sein Weihnachtsgeschehen nicht nur auf den Vorplatz des Petersdoms verlegt sondern zu den bekannten Krippenfiguren auch den Papst, Mutter Teresa, Pater Pio sowie zwei Franziskaner, von denen einer den Schöpfer dieser Krippe selbst darstellt, gesellt.  Brunner unterwandert in seinen Arbeiten geläufige Vorstellungen von einem Thema durch einen spartanischen Zeichenstil, feinfühlig differenzierte Konturen, knappe Angaben und Auslassungen, die ambivalente Deutungen provozieren“, sagte Berger wörtlich. Auch Rudolf Ingruber lobte Brunners künstlerisches Wirken, das von Können, Witz und Feinfühligkeit gekennzeichnet ist. Die Idee, die Krippenbesetzung auf den Petersplatz zu verlegen, ist den eigenen Vorstellungen des Künstlers entsprungen.

Schließlich meinte Stadträtin Uschi Schwarzl, mit diesem Werk wurde ein neuer Zugang zur Krippe mit anderen Menschentypen geschaffen. (Dr. Heinz Wieser)

Kultursponsoringpreis „Maecenas“ für Dr. Herta und Dr. Konrad Arnold

Zum 30. Mal wurde am 28. November im Wiener Hotel Imperial der Kultursponsoringpreis „Maecenas“ verliehen. Insgesamt gab es heuer 304 Einreichungen. Der Sonderpreis der Jury für „Maecenatentum“ wurde dem Innsbrucker Sammlerehepaar Univ.- Prof Dr. Konrad Arnold und seiner Gattin, der Kunsthistorikerin Hofrat Dr. Herta Arnold, überreicht. „Maecenas“ wird seit 1989 jährlich von den Initiativen Wirtschaft für Kunst in Kooperation mit dem ORF vergeben. Prämiert werden Unternehmer und Unternehmen für die Förderung von Kunstprojekten, die ohne diese Unterstützung nicht hätten verwirklicht werden können. Der Jurypreis „Maecenatentum“ wird Persönlichkeiten aus Österreich verliehen, die sich in besonderer Weise um Kunst und Kultur im In-und Ausland verdient gemacht haben.

Das Ehepaar Arnold hat mit viel Engagement und Begeisterung in vierzigjähriger Sammeltätigkeit Gemälde des Barock und des frühen 19. Jahrhunderts zusammengetragen. Der Schwerpunkt liegt auf Kabinett- und Andachtsbildern, aber auch Kleinformate und Skizzen sind vertreten. Die Werke entstanden hauptsächlich in Tirol, im süddeutschen Raum und im Kreis der Wiener Akademie. Sie stammen von namhaften Malern wie beispielsweise von Johann Michael Rottmayr, Paul Troger, Johann Georg Platzer, Johann Wenzel Bergl, Johann Christian Wink, Januarius Zick und Martin Johann Schmidt. Insgesamt beläuft sich die Sammlung auf 215 Gemälde und einige Skulpturen. Im August 2017 erfolgte die Schenkung an das Benediktinerstift Altenburg, in dem die Sammlung Arnold ab 2018 dauerhaft in neu adaptierten Ausstellungsräumen im ehemaligen Kaisertrakt präsentiert wird. Dazu ist im Studienverlag eine Publikation als Bestandskatalog erschienen, in dem alle Gemälde in Einzelanalysen besprochen und abgebildet werden. Dieses Werk von den Autoren Univ.-Prof. Dr. Monika Dachs-Nickel und Dr. Andreas Gamerith trägt den Titel "Die Sammlung Arnold in Stift Altenburg" und  ist um € 39,00 erhältlich.  Dem umfangreichen Katalog werden einführende Texte zur Sammlungsgeschichte, zum Wesen und der Bedeutung der Gemälde im mitteleuropäischen Kontext und ihr Bezug zum neuen Standort in Altenburg vorangestellt. Kurzbiografien aller Künstler und eine ausführliche Bibliografie schließen die Publikation ab. (Dr. Heinz Wieser)

Otmar Kronsteiner erhielt Ehrenobmann-Urkunde

Wie schon den vergangenen Jahren trafen sich im Kerzenlicht der "Schwarzmander"  am 30. November die Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obfrau Herlinde Keuschnigg in der Innsbrucker Hofkirche zu einem stimmungsvollen Dankgottesdienst anlässlich des Abschlusses des Arbeitsjahres. Kirchenrektor und Guardian P. Rupert Schwarzl OFM unterstrich in seiner Begrüßung die Bedeutung des religiösen Lebens, ohne das eine Tiroler Volkskultur nicht denkbar ist.

Obfrau Herlinde Keuschnigg streifte die Ereignisse des nun zu Ende gehenden Vereinsjahres und gab einen Ausblick auf geplante Termine für das kommende Jahr, in dem der Freundeskreis nicht nur die 1250-Jahre alte Stiftskirche zu Innichen und bedeutende kulturelle Orte des Pustertales, sondern auch das Benediktinerstift Altenburg in Niederösterreich besuchen wird.

Im Anschluss an diese würdige kirchliche Feier, bei der P. Rupert das Wirken des hl. Franz v. Assisi hervorhob, erhielt im Stubenforum des Tiroler Volkskunstmuseums der bisherige Freundeskreis-Obmann Otmar Kronsteiner von Ehrenobmann Franz Fischler  die Ehrenobmann-Urkunde für das jahrzehntlange erfolgreiche Wirken.

Fischler erinnerte an die vor fast 30 Jahren erfolgte Gründung des Freundeskreises, der im Laufe der Zeit zu einem stattlichen Verein wurde. „Es ist erstaunlich mit welchen Einsatz Otmar Kronsteiner an die Sache heranging. Er hatte immer großes Gespür für das Ästethische und kulturell Interessante“, sagte Fischler wörtlich.

Otmar Kornsteiner gelang es, so Franz Fischler, viele Freunde für das Museum zu gewinnen, das etwas Lebendiges ist und in den Herzen der Tiroler einen besonderen Stellenwert einnimmt. (Dr. Heinz Wieser)

Besuch bei eines Goldschmieds hehrer Kunst

Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums trafen sich unter Führung von Obfrau Herlinde Keuschnigg am 30. Oktober im Innsbrucker Atelier von Goldschmied Matthias Pfötscher, der sich auf die individuelle Einzelanfertigung von Schmuckstücken spezialisiert hat. Das Familienunternehmen in zwei Generationen verfügt mit Vater Peter über mehr als 50 Jahre gemeinsame Berufserfahrung. Die interessante Führung stand unter dem Motto „Goldschmiedekunst im 21. Jahrhundert“. Matthias Pfötscher wies darauf hin, dass seine Firma eine der ersten dieser Branche war, die ihre Technik auf eine moderne Basis stellte. Jede Goldschmiede arbeitet heute mit besonderen eigenen Techniken wie vor allem mit Montage oder Guß zur Schmuckherstellung. „Es bereitet uns große Freude mit unseren Kunden im intensiven Dialog zu stehen und gemeinsam den Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Design und Stück zu gehen. Unser Ziel ist es, einen persönlichen Mehrwert  zu schaffen und Schmuckstücke nach dem persönlichen Geschmack zu entwerfen“, sagte Matthias Pfötscher. Neben vielen privaten Kunden vertrauen Juweliere in ganz Österreich und über die Grenzen hinaus auf dieses Goldschmiedeatelier.

Das Handwerk der Goldschmiede zählt zu den ältesten Kunstgewerben, weil das Schmuckbedürfnis des Menschen schon in urgeschichtlicher Zeit entwickelt war. Die ältesten Goldschmiede Tirols gab es in der alten Tiroler Bischofsstadt Brixen wegen der großen Nachfrage für liturgische Geräte. Als älteste Tiroler Goldschmiedearbeit wird der Brautbecher von Margarete Maultasch genannt. Die Tiroler Goldschmiedeordnung von 1591 schreibt als Meiststücke vor: einen Kelch, ein Siegel mit Schild und Helm sowie einen Ring mit einem gefassten Diamanten. Dafür betrug die Lehr- und Wanderzeit auch fünf bis sechs Jahre! (Dr. Heinz Wieser)

Platz da!

Der Kustos der Bibliothek des Landesmuseums-Ferdinandeums, Roland Sila, erklärte am 23. Oktober Mitgliedern des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums unter Führung  von Obfrau Herlinde Keuschnigg die drei in der Innsbrucker Maria-Theresien-Straße noch bis 11. November unter dem Motto „Platz da!“ aufgestellte Stelen, auf denen jeweils historische Fotos aus Innsbruck zu sehen sind. Auch an öffentlichen Plätzen  in den Städten Lienz, Bozen und Bruneck sind solche Stelen mit Bildern aus der Vergangenheit zu betrachten.

In Anwesenheit des Leiters des Tiroler Volkskunstmuseums,  Karl C. Berger, und des Vereins-Ehrenobmannes, Otmar Kronsteiner, wies Roland Sila darauf hin, dass die Bilder aus den Fotobeständen der Projektpartner des Interregprojekts „Lichtbild“ stammen, dessen Ziel es ist, historische Fotobestände zu schützen und Interessierten Kompetenzen im Umgang mit ihrem privaten Fotoarchiv zu vermitteln, da die historische Fotografie in den Mittelpunkt rücken soll.

Roland Sila wörtlich:  „Die Fotografien ermöglichen uns einen Blick in die Vergangenheit und zeigen den Wandel der Zeit. Gebäude und Orte, die wir heute als Teil unseres Alltags sehen, bekommen als Fotomotive in historischen Bildern einen neuen Stellenwert und regen zum Nachdenken an. Umso wichtiger ist es, diese Zeitdokumente für die Nachwelt zu erhalten und öffentlich zugänglich zu machen.“

Jede der vier Teilausstellungen, die gemeinsam ein Ganzes bilden, steht unter besonderen Leitmotiven: So geht es in Innsbruck um Feste feiern und Mobilität, aber auch um die NS-Zeit. In Lienz liegt der Fokus auf den Bespielungen und Instrumentalisierungen des Hauptplatzes, auch mittels seiner Namensänderungen im Laufe der Jahrzehnte – vom ursprünglichen „Hauptplatz“ über „Kaiser-Josef-Platz“ (1906-1938) und „Adolf-Hitler-Platz“ (1938-1945) bis zur erneuten Namensgebung „Hauptplatz“. In der Südtiroler Landeshauptstadt werden mit „Pole Position“ das Aussehen und die Gebäude des Waltherplatzes bildmäßig erfasst; außerdem die Aspekte Bewegung und Menschenmassen. In Bruneck werden hingegen unter anderem die Spuren von Krieg und Frieden sowie das Motiv „Stein auf Stein“ thematisiert. (Dr. Heinz Wieser)

Herlinde Keuschnigg neue Obfrau. Otmar Kronsteiner nun Ehrenobmann

Bei der am 18. Oktober in Innsbruck abgehaltenen Jahreshauptversammlung des  Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums wurde Herlinde Keuschnigg einstimmig zur neuen Obfrau und damit zur Nachfolgerin von Otmar Kronsteiner gewählt.

Der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Karl C. Berger, zeichnete ein anschauliches Bild über das Museumsleben, das vor allem geprägt ist von Ausstellungen, Präsentationen und der Herausgabe von Publikationen und Begleitbänden zu den Ausstellungen. Bewährt hat sich auch die Setzung inhaltlicher Schwerpunkte zu Weihnachten und zu Ostern. Intensiviert wurde die Erfassung von Andachtsgrafiken.  

In seinem Bericht gab Kronsteiner zunächst einen Überblick über die 40 Veranstaltungen während der letzten drei Jahre, wobei er immer mehr den Schwerpunkt auf Handswerksberufe legte, die ums Überleben kämpfen. Sodann gab er  bekannt, dass er seine Obmannschaft nach 12 Jahren (insgesamt war Otmar 28 Jahre Vorstandsmitglied) in jüngere, dynamischere und politisch erfahrene Hände geben will und dafür Herlinde Keuschnigg vorschlägt. „Natürlich: Scheiden tut weh“ sagte der scheidende Obmann wörtlich, dem sein Freundeskreis stets ein Herzensanliegen war.

Die neue Obfrau Herlinde Keuschnigg dankte für den Vertrauensvorschuss, gab ihrer Freude auf die künftige Vereinsarbeit Ausdruck, die sie zum Wohle des Hauses und der Tiroler Volkskultur erfüllen möchte. Sie würdigte sodann Kronsteiners Verdienste, dem das kulturelle Leben der Landeshauptstadt Innsbruck sowie des Landes Tirol nördlich und südlich des Brenners viel bedeutet und für dessen Belange er sich beispielgebend  mit Tatkraft und immer neuen Ideen einsetzte. So wurde durch Kronsteiners Initiative der "Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums", im Jahre 1990 mit dem Ziel gegründet, das Volkskunstmuseum finanziell und ideell zu unterstützen.

Schließlich danke Elisabeth Walde, in herzlichen Worten dem bisherigen Obmann Otmar Kronsteiner, der in fast drei Jahrzehnten Unglaubliches geleistet hat, und dem gewissermaßen eine Verschmelzung des Vereins mit dem Volkskunstmuseum in bewundernswerter Weise gelungen ist. Auf Waldes Antrag hin wurde Otmar Kronsteiner zum Ehrenobmann ernannt.

Vor der Jahreshauptversammlung sprach Landesarchivdirektor Christoph Haidacher in der Hofkirche nach Klängen der Ebert-Orgel durch Reinhard Jaud zum Thema „Kaiser Maximilian I. – Ein Herrscher der Zeitenwende“.

Unter dem Motto „Tiroler im Herzen — Europäer im Geiste“, begeht das Land Tirol das Gedenken an Kaiser Maximilian I., dessen Tod sich 2019 zum 500. Mal jährt. Dazu erschien im Haymon-Verlag das von Michael Forcher und Christoph Haidacher herausgegebene Buch „Kaiser Maximilian I. - Tirol. Österreich. Europa. 1459-1519“. (Dr. Heinz Wieser)

Der neugewählte Vorstand:
Obfrau: Herlinde Keuschnigg
1.Obfrau-Stellvertreterin: Herta Arnold
2. Obfrau-Stellvertreter: Heinz Wieser
Schriftführung / Protokoll: Gertraud König
Schriftführung / Datenverwaltung: Norbert Schatz
1. Kassier: Arnold Weger
2. Kassier: Engelbert Pöschl
Kassaprüfer: Elisabeth Loidl und Klaus Menardi
Beiräte: Karl C. Berger, Anna Engl, Dietrich Feil, Otmar Kronsteiner, Herlinde Menardi, Reinhard Rampold, Elisabeth Walde;

Obmann Hofrat Dipl.Ing. Otmar Kronsteiner - 80

Ein unermüdlicher und sympathischer Obmann, dem das kulturelle Leben der Landeshauptstadt Innsbruck sowie unseres Landes Tirol nördlich und südlich des Brenners viel bedeutet und für dessen Belange er sich beispielgebend nach wie vor mit Tatkraft und immer neuen Ideen einsetzt, feiert am 2. Oktober die Vollendung des 80. Lebensjahres: Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner. Der frühere Vorstand der Abteilung für agrarischen Operationen, Baulandumlegung und Dorferneuerung im Amt der Tiroler Landesregierung, wirkt seit Jahrzehnten  im Bereich der Kultur unseres Landes: so vor allem als Obmann des „Freundeskreises Volkskunstmuseum“. Gleichzeitig war er viele Jahre auch  Obmann  des „Forum Land“. Immer wieder führte Hofrat Kronsteiner die Mitglieder beider Vereine in Exkursionen nach Süd- und Osttirol, um diesen kulturinteressierten Tirolern die Schätze unseres gesamten Landes in Natur und Museen näher zu bringen. Sie haben im Laufe der Jahre alle Bereiche des überaus umfassenden Sammelbestandes des alten Tirol mit dem heutigen Trentino und den ladinischen Tälern kennengelernt. Natürlich hat der verdiente Obmann auch eine Wunschliste für die Zukunft: HR Kronsteiner  plant intensive Kontakte mit handwerklichen Künstlern, die zunehmend von industriellen Erzeugnissen verdrängt werden.

Der größte Wunsch des Jubilars besteht vor allem darin, dass möglichst viele Tiroler aller Altersstufen das Tiroler Volkskunstmuseum als einzigartigen Kulturträger  kennenlernen.

Im „Forum Land“, also in der früheren Akademikersektion, war HR Kronsteiner, der heutige Ehrenobmann, 26 Jahre tätig und hat auch in diesem Bereich zahlreiche Initiativen, vor allem im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich, gesetzt.

In Anerkennung seiner beachtlichen Leistungen erhielt er im Dezember des Vorjahres aus der Hand der Innsbrucker  Bürgermeisterin, Mag. Christine Oppitz Plörer, das "Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck" überreicht.

In den vielen Jahren seiner Tätigkeit beim Land Tirol hat er sich besonders um die Grundzusammenlegung verdient gemacht, ohne die es heute in vielen Gemeinden keine sinnvolle  Bewirtschaftung gäbe.

Der gebürtige Innsbrucker begann  seine berufliche Laufbahn im Jahre 1969 beim Land Tirol, war in der Grundzusammenlegung tätig und wurde 1982 zum Abteilungsvorstand ernannt. Akzente setzte er mit der Dorferneuerung. 1993 wurde er zum Vorstand der gesamten Gruppe Agrar, einschließlich der Tiroler Landwirtschaftsschulen und zum Vorsitzenden der Landeskommission für private Elementarschäden bestellt. In diese Zeit  fiel auch der Beitritt Österreichs zur EU, wodurch alle Förderungsprogramme für den ländlichen Raum und insbesondere der Land-und Forstwirtschaft, auf eine neue Basis gestellt werden mussten. Für sein hervorragendes Engagement und den beispielhaften Einsatz zum Wohl der ländlichen Räume in Europa wurde ihm im 2011 von der Europäischen ARGE für Landesentwicklung und Dorferneuerung Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Dem von immer noch großem Arbeitseifer beseelten Tiroler mögen noch viele gesunde Jahre in seinem unermüdlichen Wirken für das ganze Land Tirol gegönnt sein! (Dr. Heinz Wieser)

FREIER EINTRITT IN ALLEN LANDESMUSEEN ÖSTERREICHS UND LICHTENSTEINS

Liebe Freunde des Tiroler Volkskunstmuseums !

Es ist uns eine große Freude Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die Direktoren bzw. Geschäftsführer der Landesmuseen in Österreich gemeinsam mit den Leitern einiger Museen in Lichtenstein beschlossen haben, Fördervereinen von Landesmuseen freien Eintritt in ihre Häuser zu gewähren. Durch dieses ebenso großzügige wie sinnvolle Entgegenkommen verfügen Mitglieder des Freundeskreis TVKM mit einer gültigen Jahreskarte ab sofort über die Möglichkeit, alle Landesmuseen in Österreich und Lichtenstein kostenlos zu besuchen. Die Liste der beteiligten Museen finden sie hier: Liste.

Herrn Dir. Dr. Meighörner dürfen wir sehr herzlich für diese besucherfreundliche Initiative und zukunftsorientierte Museumspolitik danken.
Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Mitglieder dieses großartige Angebot (z.B. bei Urlauben oder Ausflügen) nützen würden: Beispielsweise können in Wien 15, in Oberösterreich 10 Museen mit ihren Schätzen besucht werden

Gerade deshalb erinnern wir auch daran, dass mit der Anschluss-Mitgliedschaft eines Familienmitgliedes um preisgünstige 10,00 € diese überaus bemerkenswerte Möglichkeit genutzt werden kann! Nützen Sie diese Chance!
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen künftig viel Freude und spannende Erlebnisse beim Erkunden der faszinierenden Museumslandschaft in den neun Bundesländern sowie in Lichtenstein.

http://www.landesmuseen.at/