Aktuelles

Volkskunstmuseums-Freunde besuchten Rudi Wach in Mailand

40 Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums besuchten am 3. Mai mit ihrem Obmann, Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, den aus Hall i.T. stammenden international anerkannten Maler und Bildhauer Rudi Wach in dessen Atelier in Mailand.

 Dort lebt und arbeitet der berühmte Künstler seit Jahrzehnten, der zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen bildenden Kunst Österreichs gehört. Seine Werke sind meistens Zeichnungen oder Bronzeskulpturen.

Zu den tief beeindruckten Gästen aus Tirol sagte Rudi Wach,  der in seinen Zeichnungen und Skulpturen mehr als nur die Kunst sieht: „Ich sehe meine Arbeit eigentlich als eine Möglichkeit, die menschliche Seele zu erweitern, das Bewusstsein zu vergrößern und damit die Seele zu veredeln. Das ist auch meine ganz große Sehnsucht“.

Zu den weiteren Stationen dieser Exkursion des Freundeskreises zählten ein Besuch von Leonardo da Vincis  Abendmahl, eine Fahrt zu den berühmten Steinbrüchen von Carrara und die Besichtigung der norditalienischen Stadt Piacenza. (Dr. Heinz Wieser)

Bischöflicher Besuch im Tiroler Volkskunstmuseum

Auf Einladung von Karl C. Berger, Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, und Otmar Kronsteiner Obmann des Freundeskreises, kam Bischof Hermann Glettler zu seinem Antrittsbesuch in diese bewährte Tiroler Institution, die der Wahrung und Vermittlung der Kultur in Tirol dient.

In einem von freundschaftlicher Atmosphäre geprägten Gespräch in Anwesenheit mehrerer Mitglieder des Freundeskreises, präsentierte Karl Berger dem Gast das Tiroler Volkskunstmuseum mit seinen umfangreichen Sammlungen aus dem historischen Tirol als eine kunsthistorische Besonderheit. Bischof Glettler würdigte die Bedeutung der  Volksfrömmigkeit, die bei vielen Objekten zum Ausdruck kommt.

Bei einem Rundgang durch das Museum gewann Bischof Glettler einen Eindruck von der Bedeutung dieser umfangreichen Studiensammlung und zeigte sich vor allem von Schaustücken aus dem historischen Alltagsleben, den getäfelten Stuben und der Krippenausstellung begeistert. (Dr. Heinz Wieser)

Herlinde Menardi erhielt das "Ehrenzeichen des Landes Tirol"

Die ehemalige Leiterin des Tiroler Volkskunstmuseums, Dr. Herlinde Menardi erhielt am 20. Februar nach der in der Hofkirche abgehaltenen traditionellen Gedenkfeier für Andreas Hofer und die gefallenen Landessöhne gemeinsam mit elf weiteren verdienten Tiroler Persönlichkeiten im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg aus der Hand von Landeshauptmann Günther Platter das "Ehrenzeichen des Landes Tirol". Damit wurde ihr herausragendes Wirken als Museumsexpertin geehrt.

Herlinde Menardi war 35 Jahre im Volkskunstmuseum tätig, davon zehn Jahre als Leiterin. In ihre Dienstzeit fällt die gelungene Neuaufstellung des Museums im Jahr 2009. Die von ihr gestalteten Sonderausstellungen zeichneten sich durch eine Themenöffnung über die klassische Volkskunde hinaus aus.

Herlinde Menardi wirkte bei mehreren Landesausstellungen maßgeblich mit und ist eine vielgefragte Spezialistin in unterschiedlichsten Bereichen der Kultur. Vor allem ist sie aber als Museumsexpertin gefragt. Als solche war bzw. ist sie Vorstandsmitglied oder wissenschaftliche Beirätin in zahlreichen Museen in Nord- und Südtirol sowie dem Trentino, etwa im Tiroler Bauernhöfe Kramsach, Turmmuseum Oetz, im Südtiroler Volkskundemuseum in Dietenheim, im Stadtmuseum Bozen oder im Museo degli Usi e Costumi della Gente Trentina in San Michele.

Hier zeigt sich Herlinde Menardis engste Verbundenheit mit Tirol in seiner Gesamtheit. sondern auch ihr dichtes Netzwerk. Über die staatlichen Grenzen und sprachlichen Unterschiede hinweg, hat sie das Gebiet des historischen Tirol erforscht und so stets an der Idee der Europaregion mitgearbeitet. Diese Überzeugung floss auch in ihre wissenschaftliche Publikationstätigkeit ein, so Veröffentlichungen zur Trachtengeschichte, zur religiösen Volkskunde und Volkskunst, zur historischen Wohnkultur, zum Kunsthandwerk und zur

Der Blick auf das Zusammengehörige über Staatsgrenzen hinweg war auch durch ihre familiäre Herkunft bestimmt: Die Mutter war Buneckerin, die Familie kommt ursprünglich aus dem ladinischen Ampezzo. Mit den ladinischen Tälern in den Dolomiten hat sie bis heute eine sehr enge Beziehung. Herlinde Menardi hatte nach der Matura im väterlichen Fuhrunternehmen in Innsbruck gearbeitet. 1967 legte sie als einzige Frau in Tirol die Prüfung für den LKW-Führerschein ab, 1973 begann sie berufsbegleitend das Studium der Volkskunde und der Geschichte. Bereits fünf Jahre später erfolgte ihre Promotion. 1980 begann Herlinde Menardi im Tiroler Volkskunstmuseum zu arbeiten und blieb dort bis zum Jahr 2014 Ihrem Einsatz ist es zu verdanken, dass in Absprache mit dem Land Tirol  das Archiv der von Prof. Dr. Wolfgang Pfaundler geleiteten Kulturzeitschrift „Fenster“ 2017 an das Brenner-Archiv der Universität Innsbruck übergeben wurde.

Vorankündigung

Die nächsten Veranstaltungen sind:

NÄCHSTENLIEBE IM KRIEG. MILITÄRISCHE SANITÄTSVERSORGUNG BIS 1918 (23.2.2018-20.1.2019) und FÜHRUNG HINTER DIE KULISSEN DES RUNDGEMÄLDES
Christine Gamper, Das Tirol Panorama
DO, 15.3.2018, 16:00 – 17:30 Uhr

CRANACH NATÜRLICH. HIERONYMUS IN DER WILDNIS (2.3.-7.10.2018)
Helena Pereña, Ferdinandeum
DO, 12.4.2018, 14 Uhr

FRISCHLUFT? FREIHEIT! FAHRRAD! (4.5.2018-6.1.2019)
Claudia Sporer-Heis, Museum im Zeughaus
DO, 7. Juni 2018, 17 Uhr

GITTI SCHNEIDER. DASS DER HIMMEL ÜBER MIR SICH KLÄRE (20.7.-7.10.2018)
Gitti Schneider, Tiroler Volkskunstmuseum, Kreuzgang
DO, 2. August 2018, 16 Uhr

STEREO-TYPEN. GEGEN EINE MUSIKALISCHE MONO-KULTUR (27.4.-28.10.2018)
Franz Gratl, Ferdinandeum
DO, 13. September 2018, 15 Uhr

FEUER (18.5.-4.11.2018)
Karl C. Berger und Anna Horner, Tiroler Volkskunstmuseum
DO, 18. Oktober 2018, 17:30 Uhr
im Anschluss um 19 Uhr: Jahreshauptversammlung

KUNST 1938-1945 + HARALD PICKERT. BILDER AUS DACHAU (14.12.-7.4.2019)
Günther Dankl, Ferdinandeum
erst 2019!

Buchpräsentation: James R. Dow - Angewandte Volkstumsideologie

5. FEBRUAR, 19 Uhr

Im Jahr 1939 wurde die überwiegend deutschsprachige Bevölkerung Südtirols vor die Wahl gestellt, entweder in Hitlers Deutsches Reich auszuwandern oder in Mussolinis faschistischem Italien zu verbleiben. Viele wählten die „Option“ für Deutschland, ehe das Projekt „Umsiedlung Südtirol“ 1943 infolge der Kriegsereignisse zusammenbrach. In der überwiegend von Deutschsprachigen bewohnten Gottschee im heutigen Slowenien erfolgte ein ähnliches Umsiedlungsreferendum im Jahr 1941. Verantwortlich für die Umsiedlung sogenannter „Volksdeutscher“ war Heinrich Himmler als „Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums“. Ihm war auch die als nationalsozialistische Wissenschaftsorganisation etablierte Forschungs- und Lehrgemeinschaft das „Ahnenerbe“ der SS unterstellt, deren Aufgabe laut Satzung darin bestand, „Raum, Geist und Tat des nordischen Indogermanentums zu erforschen“ und „die Forschungsergebnisse lebendig zu gestalten und dem deutschen Volke zu vermitteln“. Im Sinne dieses Mandats formierte das Ahnenerbe in Südtirol und der Gottschee sogenannte „Kulturkommissionen“, die, untergliedert in volkskundliche und sprachwissenschaftliche Arbeitsgruppen, bis 1943 umfangreiche Dokumentationen und Auswertungen angeblich „nordisch-germanischer Kultur“ in den Umsiedlungsgebieten vornahmen.

James R. Dow liefert durch die vorliegende Monografie nicht nur eine erste zusammenfassende Darstellung und Evaluierung der Forschungsaktivitäten der Ahnenerbe-Kulturkommissionen anhand zahlreicher Fallbeispiele und Forscherbiografien, sondern zeigt auch eindringlich die auf sie einwirkenden „Schatten“ einer pseudo- und populärwissenschaftlichen „Junk Science“ auf, die ein buntes Spektrum von Hanns Hörbigers wirrer „Welteislehre“ bis hin zu Hans F. K. Günthers NS-„Rassenlehre“ umspannte. Primär ging es den Ahnenerbe-Kulturkommissionen darum, in Südtirol und der Gottschee Reste eines „nordisch-germanischen Ahnenerbes“ zu entdecken und die Forschungsergebnisse den Konzepten nationalsozialistischer „Volkstumspflege“ einzupassen.

Der Autor:

James R. Dow ist Professor Emeritus für Deutsche Volkskunde und Sprachwissenschaft an der Iowa State University in Ames. Seine sprachwissenschaftlichen Arbeiten konzentrieren sich auf deutsche Minderheitensprachen in Amerika (Amanadeutsch, Amisch und Pennsylvania Dutch) und in Europa (Zimbrisch). Außerdem war er zehn Jahre lang Herausgeber der Internationalen Volkskundlichen Bibliografie.

Buchpräsentation in Zusammenarbeit mit dem "Institut für Volkskultur und Kulturentwicklung" (ivk)

Jahresausklang

Zum Jahresausklang des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums gemeinsam mit dem Forums Land zelebrierte in der Innsbrucker Hofkirche am 23. November der neue Guardian des Innsbrucker Franziskanerklosters, P. Rupert Schwarzl OFM, einen stimmungsvollen Wortgottesdienst, den Prof. Mag. Reinhard Jaud an der Ebert-Orgel begleitete. Die „Schwarzen Mander“ hielten zu diesem Anlass brennende Kerzen, deren Schein der Hofkirche eine besonders mystische Stimmung vermittelte.

P. Rupert hob in seiner liturgischen Begrüßung die Bedeutung der Volkskunst, die im Tiroler Volkskunstmuseum zum Ausdruck kommt, besonders hervor. Er sprach einleitende Worte zu einem Franziskus-Text, den Obmannstellv. Dr. Roland C. Pollo verlas.

Obmann Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner begrüßte den aus Kals in Osttirol stammenden P. Rupert Schwarzl, der die Nachfolge des nach Bozen berufenen P. Guido Demetz, antrat. 

Kronsteiner streifte die Ereignisse des zu Ende gehenden Vereinsjahres, das von vielen Veranstaltungen, Führungen und Kunstausflügen in Nord- und Südtirol, aber auch von Exkursionen nach Salzburg und Bayern gekennzeichnet war.

Nach einer Lesung von Kammerschauspielerin Julia Gschnitzer gab es bei Zelten, Speck und Wein noch lange viele interessante Gespräche. (Dr. Heinz Wieser)

Vorführung von Handwerkstechniken

Am 8. November 2017 sind wir eingeladen, im Innsbrucker "Gläserkastl" einen Einblick in die Herstellung von Kunstwerken aus Glas zu erhalten. Alfred Ecker wird uns zahlreiches Interessantes vorführen. Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, selbst etwas auszuprobieren?  

http://www.glaeserkastl.com/

Podiumsdiskussion zur Ausstellung "Hier zuhause": Dienstag, 17. Oktober, 19 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT)

Dienstag, 17. Oktober, 19 Uhr

VertreterInnen von NGOs, Gewerkschaft und migrantischen Organisationen hinterfragen den eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt für MigrantInnen damals und heute. Nach wie vor werden in Branchen wie in der Landwirtschaft oder im Gastgewerbe Kontingente für SaisonarbeiterInnen aus dem Ausland festgelegt. Die SprecherInnen, teilweise mit migrantischer Familiengeschichte, diskutieren, warum gerade diese Bereiche Personen mit ausländischer Herkunft offen stehen, wie es in Österreich um die Anerkennung von ausländischen Zeugnissen steht und wie man der Ausbeutung von migrantischen Arbeitskräften gegensteuern kann. 

AM PODIUM
Bernhard Höfler, Produktionsgewerkschaft PRO-GE im ÖGB, Vertreter der Sezonieri-Kampagne für die Rechte von ErntehelferInnen in Österreich
Sandra Stern, Verband UNDOK – Verband zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender
Abdulkadir Özdemir, erster Betriebsrat bei Thöni Industriebetriebe Telfs
Anton Kern, Landesgeschäftsführer AMS Tirol
Mirjana Stojakovič, Projektkoordination AST – Anerkennungsstelle für im Ausland erworbene Qualifikationen am ZeMiT

MODERATION
Verena Gruber, ORF

Erhebende Feier für Obmann HR Dr. Otmar Kronsteiner zu dessen Achtziger

Nach einer musikalischen Einstimmung in der Innsbrucker Hofkirche mit dem Domorganisten Prof. Reinhard Jaud auf der Orgel gab es am 12. Oktober anlässlich des 80. Geburtstages von Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, dem verdienstvollen Obmann des Freundeskreises Volkskunstmuseum, im Vorraum der Gotischen Stuben des Museums ein gemütliches Beisammensein.

Der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Karl C. Berger, und Freundeskreis- Obmann-Stellvertreter Dr. Roland C. Pollo hoben Kronsteiners Wirken hervor und sagten, dass der frühere Vorstand der Abteilung für agrarischen Operationen, Baulandumlegung und Dorferneuerung im Amt der Tiroler Landesregierung, seit Jahrzehnten  im Bereich der Kultur unseres Landes erfolgreich wirkte, so vor allem als Obmann des „Freundeskreises Volkskunstmuseum“. Ihm bedeute das kulturelle Leben der Landeshauptstadt Innsbruck sowie unseres Landes Tirol nördlich und südlich des Brenners viel und er setze sich für dessen Belange beispielgebend nach wie vor mit Tatkraft und immer neuen Ideen ein.

Bundesminister und EU-Kommissar a. D. Dr. Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach, der Vorstand des Freundeskreises Tiroler Volkskunstmuseum, weitere 70 Ehrengäste sowie eine starke Vertretung des Tiroler Bauernbundes und des Forums Land mit Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl, Dipl. Ing. Regina Norz, Landesobmann-Stellvertreterin Bezirksobfrau Forum Land Innsbruck, und MMag.Christina Manzl, Geschäftsführerin Forum Land Öffentlichkeitsarbeit, gaben dem Jubilar die Ehre. (Dr. Heinz Wieser)

Obmann Hofrat Dipl.Ing. Otmar Kronsteiner - 80

Ein unermüdlicher und sympathischer Obmann, dem das kulturelle Leben der Landeshauptstadt Innsbruck sowie unseres Landes Tirol nördlich und südlich des Brenners viel bedeutet und für dessen Belange er sich beispielgebend nach wie vor mit Tatkraft und immer neuen Ideen einsetzt, feiert am 2. Oktober die Vollendung des 80. Lebensjahres: Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner. Der frühere Vorstand der Abteilung für agrarischen Operationen, Baulandumlegung und Dorferneuerung im Amt der Tiroler Landesregierung, wirkt seit Jahrzehnten  im Bereich der Kultur unseres Landes: so vor allem als Obmann des „Freundeskreises Volkskunstmuseum“. Gleichzeitig war er viele Jahre auch  Obmann  des „Forum Land“. Immer wieder führte Hofrat Kronsteiner die Mitglieder beider Vereine in Exkursionen nach Süd- und Osttirol, um diesen kulturinteressierten Tirolern die Schätze unseres gesamten Landes in Natur und Museen näher zu bringen. Sie haben im Laufe der Jahre alle Bereiche des überaus umfassenden Sammelbestandes des alten Tirol mit dem heutigen Trentino und den ladinischen Tälern kennengelernt. Natürlich hat der verdiente Obmann auch eine Wunschliste für die Zukunft: HR Kronsteiner  plant intensive Kontakte mit handwerklichen Künstlern, die zunehmend von industriellen Erzeugnissen verdrängt werden.

Der größte Wunsch des Jubilars besteht vor allem darin, dass möglichst viele Tiroler aller Altersstufen das Tiroler Volkskunstmuseum als einzigartigen Kulturträger  kennenlernen.

Im „Forum Land“, also in der früheren Akademikersektion, war HR Kronsteiner, der heutige Ehrenobmann, 26 Jahre tätig und hat auch in diesem Bereich zahlreiche Initiativen, vor allem im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich, gesetzt.

In Anerkennung seiner beachtlichen Leistungen erhielt er im Dezember des Vorjahres aus der Hand der Innsbrucker  Bürgermeisterin, Mag. Christine Oppitz Plörer, das "Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck" überreicht.

In den vielen Jahren seiner Tätigkeit beim Land Tirol hat er sich besonders um die Grundzusammenlegung verdient gemacht, ohne die es heute in vielen Gemeinden keine sinnvolle  Bewirtschaftung gäbe.

Der gebürtige Innsbrucker begann  seine berufliche Laufbahn im Jahre 1969 beim Land Tirol, war in der Grundzusammenlegung tätig und wurde 1982 zum Abteilungsvorstand ernannt. Akzente setzte er mit der Dorferneuerung. 1993 wurde er zum Vorstand der gesamten Gruppe Agrar, einschließlich der Tiroler Landwirtschaftsschulen und zum Vorsitzenden der Landeskommission für private Elementarschäden bestellt. In diese Zeit  fiel auch der Beitritt Österreichs zur EU, wodurch alle Förderungsprogramme für den ländlichen Raum und insbesondere der Land-und Forstwirtschaft, auf eine neue Basis gestellt werden mussten. Für sein hervorragendes Engagement und den beispielhaften Einsatz zum Wohl der ländlichen Räume in Europa wurde ihm im 2011 von der Europäischen ARGE für Landesentwicklung und Dorferneuerung Dank und Anerkennung ausgesprochen.

Dem von immer noch großem Arbeitseifer beseelten Tiroler mögen noch viele gesunde Jahre in seinem unermüdlichen Wirken für das ganze Land Tirol gegönnt sein! (Dr. Heinz Wieser)

Ausstellung „Hier zuhause“ – Migrationsgeschichten aus Tirol

Die täglichen Nachrichten berichten von den großen Sorgen und der Friedenssehnsucht der Bevölkerung jener Länder, in denen die Spannungen und die Gewalt andauern. Wie viel Leid, wie viel Verzweiflung müssen die Menschen in diesen Gebieten ertragen. Wie viel Not steckt im gesamten Komplex der Flüchtlingsfrage? Täglich hören wir die Schlagworte wie Asylanten, Flüchtlinge oder auch Migration. Und  doch ist Migration kein neues Phänomen. Jede geschichtliche Epoche und jede Region ist in unterschiedlicher Weise von Zu- und Abwanderung geprägt. Schwerpunkt der bis 3. Dezember dauernden Ausstellung „Hier zuhause“ im Tiroler Volkskunstmuseum ist die Arbeitsmigration der 1960er und 1970er Jahre. Als Diskussionsraum gestaltet, lädt die Ausstellung ein, über Migration als soziale Geschichte nachzudenken. In einem dreistufigen Projekt, das 2016 mit der Ausstellung „Alles fremd – alles Tirol“ begann, sich 2017 mit der Ausstellung „Hier zuhause. Migrationsgeschichten aus Tirol“ fortsetzt und 2018 mit einer partizipativen Veranstaltungsreihe im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum abschließt, beschäftigen sich die Tiroler Landesmuseen, das Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT), die Institute für Zeitgeschichte und Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck, die Stadt Innsbruck und das Land Tirol mit dem Thema Migration in Tirol.

Menschen, die nach Tirol zugewandert sind, sind Teil unserer Gesellschaft. Die Geschichte von Migranten zu kennen und ihre Geschichte als Teil unserer gemeinsamen Geschichte zu sehen, hilft für das gegenseitige Verständnis. Die Ausstellung leistet einen wertvollen Beitrag, das Bewusstsein für die Migrationsgeschichte als Teil der Tiroler Landesgeschichte sowohl in der ansässigen Bevölkerung als auch bei den zugewanderten Menschen zu verankern. Mehr als zwei Jahre hat eine 9-köpfige Konzeptgruppe – bestehend aus Gerhard Hetfleisch, Christina Hollomey-Gasser und Sónia Melo von ZeMiT, Anna Horner, Helena Pereña, Katharina Walter und Karl C. Berger von den Tiroler Landesmuseen sowie Dirk Rupnow und Erol Yıldız von der Universität Innsbruck – an der Ausstellung gearbeitet. „Hier zuhause“ skizziert die Lebensbedingungen der MigrantInnen in den 1960er und 1970er Jahren, schlägt aber auch Brücken in die Gegenwart. Die Zugewanderten wurden damals beschönigend „GastarbeiterInnen“ genannt, da sie nur eine befristete Zeit in Tirol arbeiten und dann wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren sollten. Da viele aber mit der Zeit zur Stammbelegschaft der Betriebe zählten, blieben sie, und Tirol wurde zu ihrer zweiten Heimat. Ab den 1970er Jahren kam es zum Familiennachzug. Es sind vor allem die persönlichen Geschichten hinter den Objekten, die Migration sichtbar machen können.

Auf einem langen Konferenztisch sind 21 Bildschirme angeordnet, auf denen die Interviews der Zeitzeugen laufen. Ihre Aussagen werden zueinander in Beziehung gesetzt. Auf einem weiteren Monitor sprechen alle an der Ausstellung Beteiligten über Potenziale, Schwierigkeiten oder stereotype Bilder der Migration. Die Interviews sind wie eine Skype-Konferenz konzipiert. Dadurch wird deutlich, dass alle Sichtweisen im Heute verankert sind.

Zur Ausstellung ist die Begleitpublikation „Hier zuhause. Migrationsgeschichten aus Tirol“ erschienen, die 256 Seiten umfasst und um Euro 29,90 erhältlich ist. (Dr. Heinz Wieser)

Reiner Schiestls Nothelfer-Ausstellung

Rund 40 Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obmann, Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, und Forum Land Mitglieder mit Dipl. Ing. Regina Norz, der Landesobmann-Stellvertreterin und Bezirksobfrau Forum Land Innsbruck, besuchten am 11. Mai die Exklusivführung mit dem Künstler Reiner Schiestl, der durch dessen Ausstellung „Nothelfer“ führte. Hofrat Kronsteiner konnte dabei auch die Bürgermeisterin der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, Mag. Christine Oppitz-Plörer, begrüßen.  Bis 19. November werden in einer Ausstellung im ersten Stock des Tiroler Volkskunstmuseums Collagen von Reiner Schiestl gezeigt, in denen sich der Tiroler Künstler mit bekannten und weniger bekannten Heiligen und den ihnen zugeschriebenen Attributen beschäftigt.

Reiner Schiestl kam 1939 zur Welt und studierte von 1958 bis 1964 an der Akademie für bildende Künste in Wien. Es folgten Reisen und Aufenthalte in USA, Italien, Frankreich, China, Nordafrika, Südamerika und Spanien.

 Die Ausstellung „Nothelfer“ ist das Ergebnis einer jahrelangen Beschäftigung des in Innsbruck arbeitenden Künstlers mit Heiligenfiguren und deren Legenden. Schiestl verzichtet dabei bewusst auf historische Korrektheit, zumal sich bei vielen Heiligengeschichten Wahrheit und Legende ohnehin nicht trennen lassen.

Die Ausstellung ist integriert in einen Rundgang durch das bäuerliche Kirchenjahr. Die „Nothelfer“ haben in der Kirche eine lange Tradition. Schon im 9. Jahrhundert wurden sie verehrt. Am häufigsten angefragt wird wohl der hl. Antonius zum Finden verlorener Gegenstände. (Dr. Heinz Wieser)

Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums auf Krippenwanderung in Inzing

Für rund 40 Angehörige des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obmann Stv. Dr. Roland Pollo war der am 15. Jänner im Krippendorf Inzing erfolgte Besuch mehrerer Krippen besonderer Höhepunkt im Weihnachtsfestkreis. Die Krippe, die im Mittelpunkt der weihnachtlichen Bräuche in Tirol steht, ist ein verstärktes Gestalten der Weihnachtsbotschaft. So gilt der hl. Franz von Assisi als Urheber und Patron der Krippe. Beim XII. Internationalen Krippenkongress in Innsbruck 1985 wurde er zum Patron der Krippenfreunde erklärt. Die erste Krippe wurde in Tirol 1608 in der Innsbrucker Jesuitenkirche aufgestellt.

Der Obmann des Krippenvereines Inzing, Bernhard Wanner, der die Krippelebesucher willkommen hiess, teilte mit, dass die Vereinsmitglieder es sich nicht nur zur Aufgabe gemacht haben, alte und wertvolle Weihnachtskrippen in den Stuben, Kapellen und Kirchen des Ortes zu pflegen und zu erhalten, sondern auch das Aufstellen von Krippendarstellungen in den Häusern und Wohnungen zu fördern und zu verbreiten. Der Inzinger Krippenverein wurde 1910 gegründet. Die Besucher  konnten sich überzeugen, dass in Inzing die kunstvoll orientalisch gebauten Krippenberge  heute noch zu den schönsten Krippenbergen zählen, die in Tirol gebaut wurden. Inzing gilt mit Recht als das Dorf der Krippenbergbauern. Nicht nur die Zeit vom 1. Adventsonntag bis Mariä Lichtmess ist die Hauptsaison der Vereinstätigkeit. Das ganze Jahr befassen sich die Vereinsmitglieder in Kursen, Tagungen und Treffen mit dem Krippenbau. So bieten im ganzen Land  86 Krippenvereine Krippenbaukurse an. Beim Krippenschauen in der Gemeinde Inzing zeigten die Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseum große Begeisterung am Entdecken alter und neuer Schätze gezeigter Krippenbaukunst. Deshalb dachte man unwillkürlich an das Zitat von Alt-Bischof Dr. Reinhold Stecher: „Die Krippe soll Heimat des Herzens werden und sein.“ (Dr. Heinz Wieser)

FREIER EINTRITT IN ALLEN LANDESMUSEEN ÖSTERREICHS UND LICHTENSTEINS

Liebe Freunde des Tiroler Volkskunstmuseums !

Es ist uns eine große Freude Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die Direktoren bzw. Geschäftsführer der Landesmuseen in Österreich gemeinsam mit den Leitern einiger Museen in Lichtenstein beschlossen haben, Fördervereinen von Landesmuseen freien Eintritt in ihre Häuser zu gewähren. Durch dieses ebenso großzügige wie sinnvolle Entgegenkommen verfügen Mitglieder des Freundeskreis TVKM mit einer gültigen Jahreskarte ab sofort über die Möglichkeit, alle Landesmuseen in Österreich und Lichtenstein kostenlos zu besuchen. Die Liste der beteiligten Museen finden sie hier: Liste.

Herrn Dir. Dr. Meighörner dürfen wir sehr herzlich für diese besucherfreundliche Initiative und zukunftsorientierte Museumspolitik danken.
Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele Mitglieder dieses großartige Angebot (z.B. bei Urlauben oder Ausflügen) nützen würden: Beispielsweise können in Wien 15, in Oberösterreich 10 Museen mit ihren Schätzen besucht werden

Gerade deshalb erinnern wir auch daran, dass mit der Anschluss-Mitgliedschaft eines Familienmitgliedes um preisgünstige 10,00 € diese überaus bemerkenswerte Möglichkeit genutzt werden kann! Nützen Sie diese Chance!
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen künftig viel Freude und spannende Erlebnisse beim Erkunden der faszinierenden Museumslandschaft in den neun Bundesländern sowie in Lichtenstein.

http://www.landesmuseen.at/