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A N G E B O T E F Ü R D I E F E R I E N Z E I T : Führungen im TVKM, Ferdinandeum und Zeughaus

Zur Ferienzeit wollen wir für all jene, die zu Hause bleiben, einige spannende und sehenswerte Ausstellungen mit kompetenter Führung im TVKM, dem Ferdinandeum sowie dem Zeughaus anbieten:

Donnerstag, 8. August 2013, um 16 Uhr
Tiroler Volkskunstmuseum
Führung mit Herlinde Menardi und Karl C. Berger, zur Ausstellung „D R E C K“

Die von verschiedenen Medien sehr gelobte Schau „Dreck“ weist auf einige „Kehrseiten“ der Kultur hin. Durch ihren kulturgeschichtlich-volkskundlichen Zugang werden historische Artefakte mit gegenwärtigen Phänomenen in Verbindung gebracht. Dieser Fokus auf das Dreckige bringt neue Perspektiven auf Reinlichkeit, Sauberkeit und Hygiene zum Vorschein. Wer kann sich beispielsweise heute noch vorstellen, Dreckwäsche in aller Öffentlichkeit am Flussufer zu waschen?
Freuen wir uns auf überraschende Einblicke in dieses Thema.


Donnerstag, 29. August 2013, um 16 Uhr
TLM Ferdinandeum
Führung durch die Ausstellung „K U R I O S UND M E R K W Ü R D I G - Aus den Sammlungen des Ferdinandeums“

21 kuriose Objekte, die man nicht unbedingt alle in einem Landesmuseum erwartet, stehen im Rampenlicht. Die Ausstellung erzählt von ihren individuellen Herkunftsgeschichten und ihren oft ungewöhnlichen Wegen ins Museum. Sie demonstrieren die Vielfalt des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum und machen Lust auf mehr.
Lassen Sie sich humorvoll überraschen!

 


Donnerstag, 5. September 2013, um 16 Uhr
Museum im Zeughaus
Führung mit Kustodin Dr. Claudia Sporer-Heis, zur Ausstellung „T Y R O L g o e s A U S T R I A” 650 Jahre Tirol bei Österreich

Tirol feiert heuer ein großes Jubiläum: 650 Jahre Tirol mit Österreich. Die Ausstellung beleuchtet schlaglichtartig die Geschichte rund um die Ereignisse von 1363. Sie geht ein auf die Beziehungen zwischen Tirol und dem Hause Habsburg sowie die Rolle der Landeshauptstadt Innsbruck als zeitweilige Residenz des habsburgischen Kaiserhauses. Die Schau spürt auf, welche Mythen und Klischees dem ambivalenten Verhältnis zwischen Tirol und Österreich anhaften.
Für alle Tiroler ein Pflichtbesuch !
 

Freundeskreis-Einblick in "450 Jahre Hofkirche"

Das Jubiläum "450 Jahre Hofkirche zu Innsbruck" wollte der Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums zu einer "historischen Reise" in die Vergangenheit dieses für das Land Tirol so bedeutenden Gotteshauses nützen. So trafen sich am 25.Juni rund 60 Mitglieder unter Führung von Obmann Hofrat Dipl.Ing. Otmar Kronsteiner in der Hofkirche, in der Dr. Christoph Haidacher vom Tiroler Landesarchiv die seit ebenfalls 450 Jahren den Franzsikanern anvertraute Schwarzmanderkirche im Detail erklärte. Sie ist im Gegensatz zu anderen fürstlichen Kirchenbauten ein außen einfacher Bau, der sich dem bürgerlichen Antlitz des alten Innsbruck unterordnet und enthält aber eine historisch und künstlerisch bedeutende Ausstattung wie kein anderes Gotteshaus im deutschsprachigen Raum. Das Grabmal des volkstümlichsten deutschen Kaisers Maximilian I. umfasst in 28 überlebensgroßen Bronzestatuen die bis in die sagenhafte Frühzeit zurückgehende Ahnenreihe des Hauses Habsburg Kaiser, Könige und Herzög sowie berühmte Frauen. Der Sarkrophag selbst mit den 24 Alabasterreliefs ist ein Werk der fürstlichen Hochrenaissance in Bronze und Marmor aus der 2. Hälfte des 16.Jahrhunderts, getragen vom Namen des flämischen Bildhauers Alexander Colin, der auch die Grabmäler Erzherzog Ferdinands II. und seiner bürgerlichen Gemahlin Philippiner Welser in der angebauten Silbernen Kapelle geschaffen hatte. Am 3.November 1655 konvertierte Christine von Schweden im Alter von 29 Jahren in der Innsbrucker Hofkirche. Aus der höfischen Epoche enthält die Kirche noch eine große Orgel von Jörg Ebert (1661) und eine kleine in der Silbernen Kapelle (1614) und schließlich das Grabmal des Tiroler Freiheitshelden von 1809, Andreas Hofer. Der Grabstätte gegenüber befindet sich das Denkmal für alle Gefallenen Tirols im Jahre 1809. In keiner Sehenswürdigkeit Österreichs bilden Geschichte und Kunst eine so geschlossene Einheit wie in der Innsbrucker Hofkirche, an der drei Herrscher, Maximilian I., Ferdinand I. und Ferdinand II. über 90 Jahre arbeiten ließen, um das größte Kaisergrabmal zu schaffen. Hier schuf sich Maximilian wirklich jene „Gedächtnis, damit man seiner nicht mit dem ersten Ton der Totenglocke vergesse“.  (Dr.Heinz Wieser)
 

Würdige Feier "450 Jahre Einweihung der Innsbrucker Hofkirche" am Herz-Jesu-Sonntag

Am Herz-Jesu-Sonntag, 9.Juni, zelebrierte in der Hofkirche zu Innsbruck im Rahmen des Landesgelöbnisgottesdienstes der Abt des Zisterzienserstiftes Stams, Prälat German Erd, ein feierliches Pontifikalamt anlässlich des 450-Jahr- Jubiläums der Einweihung der Hofkirche. Die musikalische Gestaltung dieses Festgottesdienstes, bei dem auch die Herz-Jesu-Gelöbniserneuerung vorgenommen wurde, übernahm der Chor der Hofkirche unter der Leitung von Roland Retter mit der Aufführung der Messe in C-Dur von Franz Schubert für Soli, Chor, Orchester und Orgel.
Der Guardian der Hofkirche, der aus St. Ulrich im Gröden stammende P. Guido Demetz, wies in seinen Begrüßungsworten auf die Bedeutung der Hofkirche, die im Volk als Schwarzmander- oder auch als Franziskanerkirche bekannt ist, hin. Am 14. Februar 1563 wurde die heutige Hofkirche in Anwesenheit Kaiser Ferdinands I., fünf seiner Töchter und des Erzherzogs Ferdinands II. vom Bischof von Fünfkirchen, Georg Draskowiz zu Ehren des hl. Kreuzes feierlich konsekriert. In dieser Kirche befinden sich der weltberühmte Kenotaph Kaiser Maximilian I., die große Orgel von Jörg Ebert (1661) und eine kleine in der Silbernen Kapelle (1614) und schließlich das Grabmal des Tiroler Freiheitshelden von 1809, Andreas Hofer. Der Grabstätte gegenüber befindet sich das Denkmal für alle Gefallenen Tirols im Jahre 1809. In seiner vielbeachteten Festpredigt ergänzte der Provinzial der Franziskaner, P. Oliver Ruggenthaler, dass der Orden des hl. Franziskus seit genau 450 Jahren die Hofkirche betreut. Er kam auf den hl. Franz von Assisi zu sprechen und meinte, dass Schenken, Geben und Helfen ganz im Sinne dieses Heiligen die Aufgabe eines jeden Christen sei. Er erinnerte in diesem Sinne auch an die Bedeutung der Nachbarschaftshilfe, die gerade bei der jüngsten Hochwasserkatastrophe das schwere Schicksal anderer Menschen lindern hilft. Pater Provinzial Ruggenthaler erwähnte das Herz-Jesu-Gelöbnis und bedauerte, dass vielen Menschen heute die Botschaft Christi nicht mehr aktuell erscheint. Das Christentum ist auch heute noch die Grundlage des Miteinanders, also der Gerechtigkeit, des Friedens und der Bewahrung der Schöpfung. Er dankte den anwesenden Spitzenpolitikern, Landeshauptmann Günther Platter, dem Präsidenten des Tiroler Landtages, DDr. Herwig van Staa, der das Gelöbnisgebet und eine Lesung vorgetragen hatte, und der Innsbrucker Bürgermeisterin, Christine Oppitz Plörer, die ebenfalls als Lektorin fungierte, für ihre Anwesenheit und versicherte ihnen die Verbundenheit der Franziskaner mit dem Land Tirol.
Nach dem Landesüblichen Empfang vor der Hofburg mit der Schützenkompanie und Stadtmusikkapelle Amras als Ehrenformationen, gab es die Agape im Kreuzgang des Tiroler Volkskunstmuseums.
(Dr.Heinz Wieser)
 

Exkursion in das Zentrum bayerischer Geschichte und Kultur

Unter dem Motto "Kultur, Glaube und Bildung" stand die jüngste von Obmann Hofrat Dipl.Ing.Otmar Kronsteiner geleitete Exkursion des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums am 8.Juni zum Freisinger Domberg, auf dem sich bereits zu Beginn des 8.Jahrhunderts eine stadtartige Siedlung mit der Burg der bayerischen Herzöge befand. Zur Überraschung der 40 Teilnehmer dieser Fahrt wartete bei der Begrüßung der Tiroler Gäste der Direktor des Diözesanmuseums Freising, Dr.Christoph Kürzeder, mit einem wohlgedeckten Frühstückstisch im Garten des ehemaligen Knabenseminars auf. Nach dieser gelungenen "Matinee" gab es eine profunde Museumsführung durch das mit 20.000 ausgestatteten Exponaten christlicher Kunst aus allen Epochen.
Die herzogliche Burg besaß schon eine Marienkirche, die der heilige Korbinian, der als erster Bischof von Freising gilt, bereits bei seiner Ankunft um das Jahr 723 vorgefunden hatte. In der Krypta dieser von den Brüdern Cosmas Damian und Egid Quirin Asam künstlerisch ausgestatteten Freisinger Bischofskirche, die seit 1983 Konkathedrale des im Jahre 1821 gegründeten Erzbistums München mit dem neuen Bischofssitz im dortigen Liebfrauendom ist, hat der heilige Korbinian seine letzte Ruhestätte gefunden. Schließlich gab es noch einen Besuch des "Kardinal- Döpfner-Hauses", das heute als Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising fungiert. Bis 1968 wurde das ehemalige Fürstbischöfliche Schloss als Priesterseminar genützt.
(Dr.Heinz Wieser)
 

DRECK im Tiroler Volkskunstmuseum

Das Tiroler Volkskunstmuseum wartet heuer mit einer außergewöhnlichen Ausstellung auf, die dem Thema "Dreck" gewidmet ist. Anscheinend jenseits von jeder Kultur wird trotzdem bewiesen, dass auch das Thema "Dreck" viel mit Kultur zu tun hat und uns alle auch heute noch umgibt. Die sehenswerte Ausstellung, die einem auch die Möglichkeit eines heiteren Erlebnisses bietet, ist bis zum 3. November in der Zeit von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Viel Schmunzeln und Applaus gab es deshalb auch schon bei der Eröffnung am 23.Mai, die die Südtiroler Landesrätin für Bildung und deutsche Kultur, Dr.Sabine Kasslatter Mur,vor einem dicht besetzten interessierten Publikum vorgenommen hatte. "Das gesamte Tiroler Kulturgut ist im Tiroler Volkskunstmuseum zusehen. Deshalb ist es auch erfreulich, dass bei dieser Ausstellung die Gesamttiroler Zusammenarbeit sichtbar wird," sagte Landesrätin Kasslatter in ihrer Eröffnungsrede wörtlich. Die Südtiroler Politikerin die sich eine noch intensivere Zusammenarbeit, von der wir alle profitieren können, wünscht, bezeichnete das Thema der Ausstellung als sehr mutig und körpernah. Nach dem sich auch der Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen, Dr. Wolfgang Meighörner, mit der besonderen Thematik dieser Schau befasst hatte, erörterte die Leiterin des Tiroler Volkskunstmuseums, Dr. Herlinde Menardi, unter viel Beifall Details dieser Ausstellung. Ihr ist es bestens gelungen, von der Ausstellung einen interessanten Bogen zur Landeshauptstadt Innsbruck zu stellen, in der der Stadtteil St. Nikolaus "Koatlacken" genannt wird, während in Hötting die "Surtaucher" daheim sind. "Glaubt man Beda Weber, scheinen die Tiroler tatsächlich eine besondere Affinität zum Dreck und Schmutz zu haben, sagte Dr.Menardi wörtlich. Sie erinnerte daran, dass das Tiroler Volkskunstmuseum im Besitz eines märchenhaften "Dukatenscheissers", eine kleine geschnitzte Holzfigur aus dem Grödental ist. Losungen der Tiere sind beispielweise für die Wissenschaft sehr wichtig. Mit eben solchen Humor setzte Mag.Karl C.Berger, stellvertretender Obmann des Freundeskreises Tiroler Volkskunstmuseum, die Einführung in die Ausstellung fort und bezeichnete "Dreck" als ein zutiefst menschliches und kulturelles Thema. "Es geht auch um die Freude des Drecks. Tatsächlich haben Kinder noch einen ganz eigenen Umgang mit Dreck, Schmutz und Schlamm: Wie lustvoll können sie in Matsch hüpfen, wie begeistert ist ihr Wühlen in der Erde, wie fühlen sie sich, wenn sie auf und auf dreckig sind - und wie ungern lassen sie sich säubern", sagte Berger. Zu dieser Ausstellung gibt es auch einen Begleitband mit dem Titel "Dreck im Tiroler Volkskunstmuseum."
Dr.Heinz Wieser
 

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