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KURATORENFÜHRUNG: JOSEPH ANTON KOCH. DER ERSTE NAZARENER?

Einladung zur KURATORENFÜHRUNG durch die Ausstellung JOSEPH ANTON KOCH. DER ERSTE NAZARENER? mit Dr. Helena Pereña am 15. DEZEMBER 2014 UM 16 UHR einladen. Eine Italienreise 1803 brachte den Durchbruch: Joseph Anton Koch (1768–1839) entdeckte die Malerei der alten Meister als Anregung für eine grundlegende Erneuerung der religiösen Kunst. Gezielt kombinierte er Mittelalterliches mit Zeitgenössischem; er mischte auf kreative Weise Giotto mit Raffael und klassizistischen Vorbildern. Geeignete Themen fand er in der Bibel und in Dantes Göttlicher Komödie. Koch stellte alle künstlerischen Konventionen der Zeit auf den Kopf und bereitete damit der Künstlergruppe Nazarener den Weg. Montags ist das Ferdinandeum normalerweise geschlossen. Helena Pereña ermöglicht uns dadurch eine besonders intensive Auseinandersetzung mit dem Thema. Treffpunkt ist der Haupteingang des Landesmuseums. Wir freuen uns auf interessante Einblicke und auf zahlreiche Verbindungen zu Tirol und dem Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum. Um Anmeldung unter 59489-510 wird gebeten.

Herlinde Menardi wurde mit Festschrift geehrt.

Am 10. November gab es im Tiroler Landhaus zu Innsbruck einen besonders feierlichen Festakt mit Übergabe einer Festschrift anlässlich des Abschiednehmens aus dem beruflichen Leben von Dr. Herlinde Menardi, die seit 35 Jahren im Tiroler Volkskunstmuseum tätig war und in den letzten zehn Jahren die Leitung dieses erfolgreichen Museums inne hatte. So fanden sich zu Ehren Menardis Mitarbeiter, Freunde, Wegbegleiter, Wissenschaftler, Vertreter aus dem kulturellen und politischen Leben zu dieser Feierstunde ein, die von einem Quartett des Innsbrucker Musikgymnasiums musikalisch gestaltet wurde. Auch die Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obmann Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, der sich mit seinem Stellvertreter Mag. Karl Berger um die Gestaltung dieser Feier sehr bemühte, waren anwesend. Dr. Herlinde Menardi erzählte in originellen und bewegten Worten, dass sie nach dem beruflichen Einstieg in den väterlichen Betrieb das Juststudium aufnehmen wollte und schließlich auf Grund eines Traumes den Weg zur Volkskunde gefunden hat. Landesrätin Dr. Beate Palfrader dankte der scheidenden Leiterin dieser wichtigen volkskulturellen Institution für ihr Engagement, ihr erstaunliches Wissen über das historische Tirol, für ihre Treue und Freundlichkeit. In ihren Grußworten lobten der Direktor der Tiroler Landesmuseen, Dr. Wolfgang Meighörner, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Franz Fischler und Innsbrucks Gemeinderätin Univ.-Prof. Dr. Patrizia Moser das umfangreiche Wirken Menardis, die das Tiroler Volkskunstmuseum entscheidend geprägt und maßgeblich an der Neuaufstellung des Hauses wirkte. Südtirols Kulturlandesrat Philipp Achammer, der mit den Vertretern des Südtiroler Kulturinstitutes, Dr. Marian Cescutti und Dr. Othmar Parteli, Grüße aus Bozen überbrachte, zollte Dr. Menardi, deren Familie aus Ampezzo stammt und deren Mutter Bruneckerin war, Hochachtung und Respekt für die geleistete hervorragende Arbeit, die vor allem auch der geistig-kulturellen Einheit unseres gesamten Landes Tirol gilt. Der scheidenden Chefin des Tiroler Volkskunstmuseums ist es in ihrer jahrzehntelangen Tätigkeit gelungen, das Gemeinsame über das Trennende zu stellen. Mit der Sonderausstellung "Ladinia" vor drei Jahren hat Menardi, die Achammer wörtlich als liebenswürdige und herzliche Tirolerin bezeichnete, einen Meilenstein gesetzt, da sehr viele Landsleute aus den ladinischen Tälern deshalb nach Innsbruck gekommen sind. In seiner Laudatio teilte der Präsident des Tiroler Landtages, DDr. Herwig van Staa, mit, dass beim letzten Dreierlandtages in Schwaz am 28.Oktober beschlossen wurde, in Zukunft politische Vertreter aus dem Bereich von Dr. Menardis ladinischen Vorfahren aus der Gegend von Ampezzo als Beobachter einzuladen. Dies sei ein besonderes politisches Geschenk an Herlinde Menardi, betonte Van Staa, der die verdiente Tirolerin als moderne konservative Museumsleiterin, die Unglaubliches geleistet hat, bezeichnete. Beifall gab es auch für Menardis Nachfolger, dem aus Matrei i.O. stammenden und 1976 geborenen Mag. Karl Berger, der schon bisher als wissenschaftlicher Mitarbeiter sein Wissen und Können unter Beweis stellen konnte. Schließlich überreichten Hofrat Kronsteiner und Mag. Berger der scheidenden Leiterin eine Festschrift mit dem Titel "Gegengabe". In diesem literarischen Werk, erschienen im Athesia-Verlag, sind auf 255 Seiten Beiträge von 22 namhaften Autoren enthalten. (Dr. Heinz Wieser)

Gegengabe. Eine Festschrift für Herlinde Menardi

Anlässlich der bevorstehenden Pensionierung von Herlinde Menardi haben Karl C. Berger, Otmar Kronsteiner und Herta Arnold eine Festschrift organisiert. Das Buch hat 256 Seiten und ist im Verlag Athesia-Tappeiner erschienen (ISBN: 978-88-7073-805-6) 22 Beiträge von unterschiedlichen Autoren aus Nordtirol, Südtirol und dem Trentino sowie aus Österreich und Deutschland machen das Buch zu einer wertvollen Tirolensie. Zu bestellen unter: h.kapferer[at]tiroler-landesmusen.at

Vorankündigungen für Juli und August 2014

3. Juli, 16 Uhr: Führung durch die Ausstellung
SEH(N)SUCHT 3D. Zur Darstellung des Räumlichen in der Kunst und den neuen Medien
Zeughaus, mit Claudia Sporer-Heis

12. Juli: Sommerfest im Kreuzgang des Museums
Informationen folgen

7. August, 16 Uhr: Führung durch die Ausstellung
DRUCKFRISCH. Der Innsbrucker Wagner-Verlag und der Buchdruck in Tirol
TLM Ferdinandeum, mit Roland Sila

21. August, 16 Uhr: Führung durch die Ausstellung
TIROL-MÜNCHEN. Begegnungen von 1880 bis heute
TLM Ferdinandeum, mit Günter Dankl
 

Arkadenfest des Freundeskreises

Es war ein stimmungsvolles Fest unseres Freundeskreises, zu dem am 12. Juli in den ehemaligen von franziskanischem Geist geprägten Kreuzgang unsere Mitglieder gekommen sind. In den Grußworten von Obmann Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, der Leiterin des Volkskunstmuseums, Dr. Herlinde Menardi, und vom Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen, Dr. Wolfgang Meighörner, wurde die Bedeutung des Tiroler Volkskunstmuseums hervorgehoben.

Die sommerliche Atmosphäre trug dazu bei, dass sich die Gäste an den gedeckten Tischen noch intensiver als sonst unterhalten konnten. Große Beachtung und gebührenden Applaus fanden dabei die musikalischen Beiträge der Familie Meizner aus Ranggen. Diesem Ensemble ist es auch gelungen, durch seine Musik Stimmung in das Arkadenfest zu bringen, bei dem auch kulinarische Köstlichkeiten nicht fehlten.
Kein Wunder also, dass es an diesem Abend auch unter Mitwirkung gehaltvoller Getränke an Unterhaltung und Geselligkeit nicht mangelte. (Dr. Heinz Wieser)
 

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