Archiv
Seiten: 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26 

Buchpräsentation im TVKM: LEINEN. Faszination & Inspiration

Wir laden Sie herzlich ein zur Buchpräsentation

LEINEN. Faszination & Inspiration

Dienstag, den 4. Dezember, 18.00 Uhr
Tiroler Volkskunstmuseum
Universitätsstraße 2
6020 Innsbruck

Über den Autor:
Richard Vill, Südtiroler Modedesigner, arbeitet vorwiegend mit der Naturfaser Leinen und hat schon zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn damit begonnen dem textilen Handwerk einen neuen Stellenwert zu geben. Das Zusammenspiel und der Kreislauf von Regionalität, Ökologie und Ökonomie sind für ihn von zentraler Bedeutung. Diese Dokumentation über die Flachsverarbeitung vom Neolithikum zu den technisch-wirtschaftlichen Entwicklungen bis hin zu seinen eigenen Modekollektionen vermittelt einen tiefen Einblick in die geheimnisvollen Zeugnisse vergangener Kulturen und der Naturfaser Leinen.

 

Verlag Tauriska – 216 Seiten, 163 Farbfotos, 51 SW-Fotos, 22,6 x 29,7 cm, 200 g Papier
ISBN 978-3-901257-40-7, 87,60 Euro + Versand

 

Prof. Reinhard Jaud präsentierte Ebert-Orgel in der Innsbrucker Hofkirche

Der Kustos der Ebert Orgel, Prof. Reinhard Jaud, erläuterte vor 30 Mitgliedern des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums am 23.Oktober in der von den Franzsikanern betreuten Innsbrucker Hofkirche zum Hl. Kreuz die Ebert Orgel, das einzigartige Klanginstrument der Renaissance mit Hörproben. Sie zählt zu den sieben bedeutendsten Orgeln der Welt und ist in dieser Bauform die älteste Spielorgel überhaupt. Am 7.Juni 1561 vermeldete die damalige oberösterreichische Kammer von Innsbruck als zuständige Behörde dem Kaiser, dass die Orgel in der Innsbrucker Hofkirche fertig, von Organisten und Cantores (Sängern) „geschlagen, besungen und probiert“ und „seinem Verding gemeß nuzlich, unnd guett gemacht unnd (…) an der Prob gerecht befunden worden“ sei. Die Chororgel von Jörg Ebert ist eines der bedeutendsten Klangdenkmäler der Renaissance und befindet sich in einem außergewöhnlich guten, überwiegend originalen Erhaltungszustand. Der Auftrag wurde auf Betreiben des Hofkapellmeisters Kaiser Ferdinands I., des Flamen Pieter Maessens, 1555 einem der renommiertesten süddeutschen bedeutendsten Orgelbauer der Renaissance, Jörg Ebert von Ravensburg, erteilt, der damals bereits durch seine Orgeln in den Klöstern Ottobeuren und Weißenau sowie in den Stadtkirchen von Ravensburg und Überlingen einen guten Namen hatte. Da der Orgelbauer den Gesamtentwurf geschaffen hatte, genügten für die Ausführung des Gehäuses der Innsbrucker Tischler Hans Gartner und der alte, fast arbeitsunfähige Hoftischler Jörg von Donauwörth. Die Reliefschnitzerei dürfte der Bildschnitzer Noe Lechner in Innsbruck gemacht haben. Als Ebert 1558 die Orgel schon weitgehend fertiggestellt hatte, war der Bau der Kirche noch unvollendet. 1561 erfolgten dann der Einbau und die Abnahme der Orgel. Die Fassung und Vergoldung besorgte der Innsbrucker Maler Hans Perkhamer.
Der am 17. Dezember 1947 in Innsbruck geborene Kustos Prof.Reinhard Jaud begann nach erstem Klavierunterricht und der Matura in seiner Heimatstadt mit dem Orgelstudium an den Musikhochschulen in Wien und Salzburg. Die Diplomprüfung legte er 1975 mit Auszeichnung und Abgangspreis ab. Schon frühzeitig beschäftigte er sich mit historischen Orgeln und der Aufführungspraxis alter Musik. Die mehrfache Begegnung mit M. Chapuis an der Isnard-Orgel von St. Maximin und in Paris bestärkte ihn auf diesem Weg. Seit 1977 ist er als Kustos und Organist an der historischen Orgel von Jörg Ebert (1558) in der Innsbrucker Hofkirche tätig, 1986 übernahm er die Leitung der Orgelklasse am Tiroler Landeskonservatorium in Innsbruck. Seit 1978 ist Prof.Reinhard Jaud auch als Domorganist bestellt. Zahlreiche internationale Konzerte, Aufnahmen und die Tätigkeit als Dozent bei diversen Orgelkursen ergänzen seine Tätigkeit, auch wurde er mehrmals als Juror zu nationalen und internationalen Wettbewerben eingeladen. Seine Schallplatte mit Werken von Christian Erbach (1984) erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik. 1990 wurden Prof. Jauds Verdienste um die Interpretation alter Musik mit der Verleihung des Jakob-Stainer-Preises durch die Tiroler Landesregierung gewürdigt. Im Jahre 2005 wurde der prominente Organist mit dem Berufstitel „Professor“ durch den österreichischen Bundespräsidenten ausgezeichnet. (Dr.Heinz Wieser)

 

Obmann Hofrat Dipl.Ing. Otmar Kronsteiner: Ein 75er

Es gibt sicher nicht allzu viele sich im Ruhestand befindliche Landesbeamte, die sich ein Jahrzehnt nach der Pensionierung noch so vorbildlich für die Belange des Landes Tirol in seiner Gesamtheit einsetzen wie der frühere Vorstand der Abteilung für agrarischen Operationen, Baulandumlegung und Dorferneuerung im Amt der Tiroler Landesregierung, Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, der am 2.Oktober die Vollendung des 75. Lebensjahres feiern konnte. Seit Jahrzehnten wirkt der rührige und sympathische Hofrat in kulturellen Bereichen, so einmal als Obmann des „Freundeskreises Volkskunstmuseum“ und gleichzeitig auch als Obmann des „Forum Land“. Immer wieder führte Hofrat Kronsteiner die Mitglieder beider Vereine in Exkursionen nach Süd- und Osttirol, um diesen kulturinteressierten Tirolern die Schätze unseres gesamten Landes in Natur und Museen näher zu bringen. So war er noch vor wenigen Tagen mit einer Gruppe des Vereines „Freundeskreis Volkskunstmuseum“ im Pustertal und machte auf interessante Kulturgüter im Bereich Bruneck aufmerksam.
Im „Forum Land“, also in der früheren Akademikersektion, ist HR Kronsteiner seit bald 25 Jahren tätig und hat auch in diesem Bereich zahlreiche Initiativen, vor allem im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich, gesetzt.
In den vielen Jahren seiner Tätigkeit beim Land Tirol hat er sich besonders um die Grundzusammenlegung verdient gemacht, ohne die es heute in vielen Gemeinden keine sinnvolle Bewirtschaftung gäbe.
Der gebürtige Innsbrucker begann seine berufliche Laufbahn im Jahre 1969 beim Land Tirol, war in der Grundzusammenlegung tätig und wurde 1982 zum Abteilungsvorstand ernannt. Akzente setzte er mit der Dorferneuerung. 1993 wurde er zum Vorstand der gesamten Gruppe Agrar, einschließlich der Tiroler Landwirtschaftsschulen und zum Vorsitzenden der Landeskommission für private Elementarschäden bestellt. In diese Zeit fiel auch der Beitritt Österreichs zur EU, wodurch alle Förderungsprogramme für den ländlichen Raum und insbesondere der Land-und Forstwirtschaft, auf eine neue Basis gestellt werden mussten. Für sein hervorragendes Engagement und den beispielhaften Einsatz zum Wohl der ländlichen Räume in Europa wurde ihm im Vorjahr von der Europäischen ARGE für Landesentwicklung und Dorferneuerung Dank und Anerkennung ausgesprochen. Diesen Dank übermittelte der Vorsitzende dieser Europäischen Konferenz in München-Freising mit dem Titel „Stadt braucht Land braucht Stadt“, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, dem Initiator der Dorferneuerung in Tirol, die ihre Arbeit bereits im Jahre 1985 unter Landeshauptmann Eduard Wallnöfer aufgenommen hatte.
Dem von immer noch großem Arbeitseifer beseelten Tiroler mögen noch viele gesunde Jahre in seinem unermüdlichen Wirken für das ganze Land Tirol gegönnt sein!
Dr.Heinz Wieser

 

EINLADUNG zur KULTURFAHRT nach BRUNECK und UMGEBUNG im PUSTERTAL

EINLADUNG zur KULTURFAHRT nach BRUNECK und UMGEBUNG im PUSTERTAL
am Samstag, den 29. September 2012

Univ.Prof. Dr. Franz HYE führt uns nach
St.Sigmund zu einem kostbaren Schnitzaltar, nach St. Lorenzen – Stadtplatz und weiter nach Bruneck: Schloss Bruneck – Ursulinenkirche-Stadtführung (Freskenraum Apotheke – Pfarrkirche –
alte Mühle), zur Pfarrkirche zum Hl Johannes in Gais und St.Valentin in Greinwalden, Gemeinde Pfalzen


PROGRAMMABLAUF:
7.30 Uhr Abfahrt Innsbruck Parkplatz Hausberger/Licht Design
12.00 Uhr Mittagessen im Traditionswirtshaus „Gasthof Weißes Lamm“(mit Künstlerstube) Stuckstr.9 und Gruppenweise Besichtigung des Freskenraumes in der Apotheke
14.00 Uhr Weiterfahrt nach Gais, zu einer der ältesten und interessantesten Landkirchen Tirols (um 1180), weiter nach St. Valentin in Greinwalden
ca 17.00 Uhr nach Kaffeepause Heimfahrt.


Die Kosten für Busfahrt, Eintritt und Führungen von € 25.- für Mitglieder und € 30.- für Gäste
(pro Person) werden im Bus eingehoben. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Personen beschränkt.
Aus organisatorischen Gründen bitten wir Sie wieder, ihre Teilnahme verbindlich bis Mittwoch, den 26. September 2012, unter Tel. 0512/59489-510 (Mo-Fr) anzumelden.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme in diese schöne und geschichtsträchtige Region.


 

KULTURFAHRT nach BRUNECK und UMGEBUNG im PUSTERTAL

Unter der bewährten Führung von Univ.Prof. Dr. Heinz Hye erlebte der Freundeskreis eine interessante Fahrt zu den Kunstschätzen rund um Bruneck. St. Sigmund mit seinem kostbaren Flügelaltar bildete den ersten Höhepunkt. St. Lorenzen mit seinen schönen alten Häuser rund um den Ortsplatz und seine Kirche mit der Traubenmadonna von Michael Pacher war eine weitere Station auf dem Wege nach Bruneck. Trotz Regen in Bruneck , dem Ziel unsere Fahrt, war die Stimmung nicht zu trüben. Von der Burg, deren Innenhof wir besichtigen, hatten wir eine guten Rundblick auf die Stadt, die Bischof Bruno als Verwaltungszentrum gründete, Die schmale Altstadt in der Enge zwischen Fluss und Burgberg erfreute uns mit ihrer Hauptstraße, mit den Stadttoren und den schönen alten Häusern. Ein besonderer Höhepunkt war die Besichtigung einer alten Trinkstube mit Wappenfresken –ein Geheimtipp von Prof. Hye- die Pfarrkirche , die nach einem Brand im neoromanischen Stil wieder aufgebaut und mit Fresken ausgeschmückt wurde, ist nach der Renovierung absolut sehenswert. Der Besuch der Kirche in Gais mit ihrer romanischen Bausubstanz, den erhaltenen romanische Fresken in einer Seitenapsis und einem neoromanischen Kuppelmosaik bildeten den Abschluss unserer Fahrt
 

Seiten: 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23  24  25  26