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Buchpräsentation Reimmichl-Kalender

Das Tiroler Volkskunstmuseum und der Tyrolia Verlag laden herzlich ein zur Präsentation:

Reimmichl-Volkskalender 2018 
Mittwoch, 18. Oktober 2017, 18.00 Uhr
Innsbruck, Volkskunstmuseum

Programm
Begrüßung: Karl C. Berger, Leiter Tiroler Volkskunstmuseum
Einführung: Mag. Gottfried Kompatscher, Leiter Tyrolia Verlag
Vorstellung Birgitt Drewes im Gespräch mit Autorinnen des Kalenders: & Autoren aus dem Reimmichl Volkskalender

Literarische und musikalische Überraschungen

Im Reimmichl Volkskalender 2018 trifft Tradition auf Moderne. Nach über 90 Jahren, in denen der Kalender Jahr für Jahr von einer großen Leserschaft erwartet wurde, werden die Inhalte, aber auch Umschlag und Innengestaltung noch besser auf die Bedürfnisse der Leser unserer Zeit abgestimmt. Im Reimmichl 2018, den erstmals die Journalistin Birgitt Drewes als Schriftleiterin betreut. Zum neuen Themenschwerpunkt „Heimat“ versammelt der heurige Kalender u. a. Interviews mit Forum Alpbach-Präsident Franz Fischler, Kenia-Ärztin und Romero-Preisträgerin Maria Schiestl oder zum Spendenwesen in Österreich, erzählt von den Haller Röhrenwerken, den Tiroler Plüsch-„Tieren mit Herz“, der legendären Exl-Bühne, spürt dem Zauber der Sprache, der Bauernkuchl oder dem Heimatlied nach und berichtet auch von Jugendlichen und ihren Neuen Medien, einem interkulturellen Frauentreff oder der Tradition des Ehrenamtes. Und natürlich dürfen auch literarische Beiträge von Reinhold Stecher, Reimmichl & Co sowie das beliebte Kalendarium nicht fehlen.

Podiumsdiskussion zur Ausstellung "Hier zuhause": Dienstag, 17. Oktober, 19 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT)

Dienstag, 17. Oktober, 19 Uhr

VertreterInnen von NGOs, Gewerkschaft und migrantischen Organisationen hinterfragen den eingeschränkten Zugang zum Arbeitsmarkt für MigrantInnen damals und heute. Nach wie vor werden in Branchen wie in der Landwirtschaft oder im Gastgewerbe Kontingente für SaisonarbeiterInnen aus dem Ausland festgelegt. Die SprecherInnen, teilweise mit migrantischer Familiengeschichte, diskutieren, warum gerade diese Bereiche Personen mit ausländischer Herkunft offen stehen, wie es in Österreich um die Anerkennung von ausländischen Zeugnissen steht und wie man der Ausbeutung von migrantischen Arbeitskräften gegensteuern kann. 

AM PODIUM
Bernhard Höfler, Produktionsgewerkschaft PRO-GE im ÖGB, Vertreter der Sezonieri-Kampagne für die Rechte von ErntehelferInnen in Österreich
Sandra Stern, Verband UNDOK – Verband zur gewerkschaftlichen Unterstützung undokumentiert Arbeitender
Abdulkadir Özdemir, erster Betriebsrat bei Thöni Industriebetriebe Telfs
Anton Kern, Landesgeschäftsführer AMS Tirol
Mirjana Stojakovič, Projektkoordination AST – Anerkennungsstelle für im Ausland erworbene Qualifikationen am ZeMiT

MODERATION
Verena Gruber, ORF

Erhebende Feier für Obmann HR Dr. Otmar Kronsteiner zu dessen Achtziger

Nach einer musikalischen Einstimmung in der Innsbrucker Hofkirche mit dem Domorganisten Prof. Reinhard Jaud auf der Orgel gab es am 12. Oktober anlässlich des 80. Geburtstages von Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, dem verdienstvollen Obmann des Freundeskreises Volkskunstmuseum, im Vorraum der Gotischen Stuben des Museums ein gemütliches Beisammensein.

Der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Karl C. Berger, und Freundeskreis- Obmann-Stellvertreter Dr. Roland C. Pollo hoben Kronsteiners Wirken hervor und sagten, dass der frühere Vorstand der Abteilung für agrarischen Operationen, Baulandumlegung und Dorferneuerung im Amt der Tiroler Landesregierung, seit Jahrzehnten  im Bereich der Kultur unseres Landes erfolgreich wirkte, so vor allem als Obmann des „Freundeskreises Volkskunstmuseum“. Ihm bedeute das kulturelle Leben der Landeshauptstadt Innsbruck sowie unseres Landes Tirol nördlich und südlich des Brenners viel und er setze sich für dessen Belange beispielgebend nach wie vor mit Tatkraft und immer neuen Ideen ein.

Bundesminister und EU-Kommissar a. D. Dr. Franz Fischler, Präsident des Europäischen Forums Alpbach, der Vorstand des Freundeskreises Tiroler Volkskunstmuseum, weitere 70 Ehrengäste sowie eine starke Vertretung des Tiroler Bauernbundes und des Forums Land mit Bauernbunddirektor Dr. Peter Raggl, Dipl. Ing. Regina Norz, Landesobmann-Stellvertreterin Bezirksobfrau Forum Land Innsbruck, und MMag.Christina Manzl, Geschäftsführerin Forum Land Öffentlichkeitsarbeit, gaben dem Jubilar die Ehre. (Dr. Heinz Wieser)

Ausstellung „Hier zuhause“ – Migrationsgeschichten aus Tirol

Die täglichen Nachrichten berichten von den großen Sorgen und der Friedenssehnsucht der Bevölkerung jener Länder, in denen die Spannungen und die Gewalt andauern. Wie viel Leid, wie viel Verzweiflung müssen die Menschen in diesen Gebieten ertragen. Wie viel Not steckt im gesamten Komplex der Flüchtlingsfrage? Täglich hören wir die Schlagworte wie Asylanten, Flüchtlinge oder auch Migration. Und  doch ist Migration kein neues Phänomen. Jede geschichtliche Epoche und jede Region ist in unterschiedlicher Weise von Zu- und Abwanderung geprägt. Schwerpunkt der bis 3. Dezember dauernden Ausstellung „Hier zuhause“ im Tiroler Volkskunstmuseum ist die Arbeitsmigration der 1960er und 1970er Jahre. Als Diskussionsraum gestaltet, lädt die Ausstellung ein, über Migration als soziale Geschichte nachzudenken. In einem dreistufigen Projekt, das 2016 mit der Ausstellung „Alles fremd – alles Tirol“ begann, sich 2017 mit der Ausstellung „Hier zuhause. Migrationsgeschichten aus Tirol“ fortsetzt und 2018 mit einer partizipativen Veranstaltungsreihe im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum abschließt, beschäftigen sich die Tiroler Landesmuseen, das Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT), die Institute für Zeitgeschichte und Erziehungswissenschaften der Universität Innsbruck, die Stadt Innsbruck und das Land Tirol mit dem Thema Migration in Tirol.

Menschen, die nach Tirol zugewandert sind, sind Teil unserer Gesellschaft. Die Geschichte von Migranten zu kennen und ihre Geschichte als Teil unserer gemeinsamen Geschichte zu sehen, hilft für das gegenseitige Verständnis. Die Ausstellung leistet einen wertvollen Beitrag, das Bewusstsein für die Migrationsgeschichte als Teil der Tiroler Landesgeschichte sowohl in der ansässigen Bevölkerung als auch bei den zugewanderten Menschen zu verankern. Mehr als zwei Jahre hat eine 9-köpfige Konzeptgruppe – bestehend aus Gerhard Hetfleisch, Christina Hollomey-Gasser und Sónia Melo von ZeMiT, Anna Horner, Helena Pereña, Katharina Walter und Karl C. Berger von den Tiroler Landesmuseen sowie Dirk Rupnow und Erol Yıldız von der Universität Innsbruck – an der Ausstellung gearbeitet. „Hier zuhause“ skizziert die Lebensbedingungen der MigrantInnen in den 1960er und 1970er Jahren, schlägt aber auch Brücken in die Gegenwart. Die Zugewanderten wurden damals beschönigend „GastarbeiterInnen“ genannt, da sie nur eine befristete Zeit in Tirol arbeiten und dann wieder in ihre Herkunftsländer zurückkehren sollten. Da viele aber mit der Zeit zur Stammbelegschaft der Betriebe zählten, blieben sie, und Tirol wurde zu ihrer zweiten Heimat. Ab den 1970er Jahren kam es zum Familiennachzug. Es sind vor allem die persönlichen Geschichten hinter den Objekten, die Migration sichtbar machen können.

Auf einem langen Konferenztisch sind 21 Bildschirme angeordnet, auf denen die Interviews der Zeitzeugen laufen. Ihre Aussagen werden zueinander in Beziehung gesetzt. Auf einem weiteren Monitor sprechen alle an der Ausstellung Beteiligten über Potenziale, Schwierigkeiten oder stereotype Bilder der Migration. Die Interviews sind wie eine Skype-Konferenz konzipiert. Dadurch wird deutlich, dass alle Sichtweisen im Heute verankert sind.

Zur Ausstellung ist die Begleitpublikation „Hier zuhause. Migrationsgeschichten aus Tirol“ erschienen, die 256 Seiten umfasst und um Euro 29,90 erhältlich ist. (Dr. Heinz Wieser)

Reiner Schiestls Nothelfer-Ausstellung

Rund 40 Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obmann, Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, und Forum Land Mitglieder mit Dipl. Ing. Regina Norz, der Landesobmann-Stellvertreterin und Bezirksobfrau Forum Land Innsbruck, besuchten am 11. Mai die Exklusivführung mit dem Künstler Reiner Schiestl, der durch dessen Ausstellung „Nothelfer“ führte. Hofrat Kronsteiner konnte dabei auch die Bürgermeisterin der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck, Mag. Christine Oppitz-Plörer, begrüßen.  Bis 19. November werden in einer Ausstellung im ersten Stock des Tiroler Volkskunstmuseums Collagen von Reiner Schiestl gezeigt, in denen sich der Tiroler Künstler mit bekannten und weniger bekannten Heiligen und den ihnen zugeschriebenen Attributen beschäftigt.

Reiner Schiestl kam 1939 zur Welt und studierte von 1958 bis 1964 an der Akademie für bildende Künste in Wien. Es folgten Reisen und Aufenthalte in USA, Italien, Frankreich, China, Nordafrika, Südamerika und Spanien.

 Die Ausstellung „Nothelfer“ ist das Ergebnis einer jahrelangen Beschäftigung des in Innsbruck arbeitenden Künstlers mit Heiligenfiguren und deren Legenden. Schiestl verzichtet dabei bewusst auf historische Korrektheit, zumal sich bei vielen Heiligengeschichten Wahrheit und Legende ohnehin nicht trennen lassen.

Die Ausstellung ist integriert in einen Rundgang durch das bäuerliche Kirchenjahr. Die „Nothelfer“ haben in der Kirche eine lange Tradition. Schon im 9. Jahrhundert wurden sie verehrt. Am häufigsten angefragt wird wohl der hl. Antonius zum Finden verlorener Gegenstände. (Dr. Heinz Wieser)

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