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Termine im Frühjahr 2017

Zur Vorabinfo und Erinnerung die nächsten Termine und Treffen:

22. März, 15,00 Uhr: TVKM – Führung durch den Fürstenchor in der Hofkirche

29. April: Kulturfahrt nach Meran – Schloss Trauttmansdorff, Touriseum und Schloss – Gartenanlage (die Teilnahme ist auf 50 Personen beschränkt, Anmeldung erst nach entsprechender Einladung, die per Post zugeschickt wird)

11. Mai 2017, 16,00 Uhr : TVKM – Exklusivführung mit dem Künstler Reiner Schiestl durch die Ausstellung : „Nothelfer"

Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums auf Krippenwanderung in Inzing

Für rund 40 Angehörige des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obmann Stv. Dr. Roland Pollo war der am 15. Jänner im Krippendorf Inzing erfolgte Besuch mehrerer Krippen besonderer Höhepunkt im Weihnachtsfestkreis. Die Krippe, die im Mittelpunkt der weihnachtlichen Bräuche in Tirol steht, ist ein verstärktes Gestalten der Weihnachtsbotschaft. So gilt der hl. Franz von Assisi als Urheber und Patron der Krippe. Beim XII. Internationalen Krippenkongress in Innsbruck 1985 wurde er zum Patron der Krippenfreunde erklärt. Die erste Krippe wurde in Tirol 1608 in der Innsbrucker Jesuitenkirche aufgestellt.

Der Obmann des Krippenvereines Inzing, Bernhard Wanner, der die Krippelebesucher willkommen hiess, teilte mit, dass die Vereinsmitglieder es sich nicht nur zur Aufgabe gemacht haben, alte und wertvolle Weihnachtskrippen in den Stuben, Kapellen und Kirchen des Ortes zu pflegen und zu erhalten, sondern auch das Aufstellen von Krippendarstellungen in den Häusern und Wohnungen zu fördern und zu verbreiten. Der Inzinger Krippenverein wurde 1910 gegründet. Die Besucher  konnten sich überzeugen, dass in Inzing die kunstvoll orientalisch gebauten Krippenberge  heute noch zu den schönsten Krippenbergen zählen, die in Tirol gebaut wurden. Inzing gilt mit Recht als das Dorf der Krippenbergbauern. Nicht nur die Zeit vom 1. Adventsonntag bis Mariä Lichtmess ist die Hauptsaison der Vereinstätigkeit. Das ganze Jahr befassen sich die Vereinsmitglieder in Kursen, Tagungen und Treffen mit dem Krippenbau. So bieten im ganzen Land  86 Krippenvereine Krippenbaukurse an. Beim Krippenschauen in der Gemeinde Inzing zeigten die Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseum große Begeisterung am Entdecken alter und neuer Schätze gezeigter Krippenbaukunst. Deshalb dachte man unwillkürlich an das Zitat von Alt-Bischof Dr. Reinhold Stecher: „Die Krippe soll Heimat des Herzens werden und sein.“ (Dr. Heinz Wieser)

"Gabriela Oberkofler. Prekäre Leben" bis 26. März

Im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck gibt es bis zum 26. März des kommenden Jahres eine interessante Ausstellung: "Gabriela Oberkofler. Prekäre Leben". Die aus Jenesien in Südtirol stammende Künstlerin, die in Stuttgart lebt und arbeitet und u.a. mit dem renommierte Paul-Flora-Preis 2014 ausgezeichnet wurde, beschäftigt sich mit der  sogenannten Volkskultur, Traditionen, Landschaften und durch die Landwirtschaft geprägten Lebensumständen ihrer Herkunftsregion Südtirol. Die Eröffnung dieser interessanten Ausstellung fand am 15. Dezember im Tiroler Volkskunstmuseum statt, bei der Museumsleiter Karl C. Berger die Gäste begrüßte. Helena Perena, die Kuratorin der Ausstellung, einführende Worte. Schließlich nahm der Direktor der Tiroler Landesmuseen, PD Dr. Wolfgang Meighörner, die Eröffnung vor.

Für ihre Ausstellung im Tiroler Volkskunstmuseum hat sich die Zeichnerin vom Ausstellungsbereich „Das prekäre Leben“ inspirieren lassen und interpretiert die darin behandelten Themen auf ihre eigene Weise. Die Künstlerin hat in ihrer Serie „Votivfiguren“, versucht, sich in die bäuerliche Welt zurückzudenken und Einblicke in die Lebenswelt  zu geben.

Der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums verriet, dass Gabriela Oberkofler mehrere Wochen an einer Zeichnung arbeitet. Sie steckt viel Sorgfalt und Detailverliebtheit in ihre Werke, die die Wertschätzung der Künstlerin gegenüber ihren Motiven aussagen.

Im Volkskunstmuseum hat sich Gabriela Oberkofler vor allem mit dem Ausstellungsbereich „Das prekäre Leben“ auseinandergesetzt. Dort wird auf die existenziellen Hoffnungen und Sorgen der Menschen von damals eingegangen. Wie sich die mit diesem Leben verbundenen Gefahren und Belastungen auf die Menschen ausgewirkt haben, hat die Künstlerin gefesselt. Mithilfe von Votivgaben haben Menschen früher um die Rettung aus einer Notlage gebetet. Oft wurden dafür Amulette oder Votivbilder in Handarbeit gefertigt und als Opfer dargebracht oder als Glücksbringer bei sich getragen. Ein Beispiel dafür ist die in dieser Ausstellung präsentierte „Votivkröte“.

Interessant ist auch die zur Ausstellung erschienene , 160 Seiten umfassende und um 10,00 Euro erhältliche Begleitpublikation. (Dr. Heinz Wieser)

Innsbrucker Kulturehrenzeichen für Hofrat Dipl. Ing. OItmar Kronsteiner

Kürzlich erhielt aus der Hand der Innsbrucker  Bürgermeisterin, Mag. Christine Oppitz Plörer, Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner das "Ehrenzeichens für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck" überreicht. Damit wurde ein unermüdlicher und sympathischer Obmann mehrerer kultureller Einrichtungen ausgezeichnet, dem das kulturelle Leben der Landeshauptstadt Innsbruck und unseres Landes Tirol nördlich und südlich des Brenners viel bedeutet und für dessen Belange er sich beispielgebend nach wie vor mit Tatkraft und immer neuen Ideen einsetzt. So wurde unter Kronsteiners Initiative der "Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums", dessen Obmann er nach wie vor ist, im Jahre 1990 mit dem Ziel gegründet, das Volkskunstmuseum finanziell und ideell zu unterstützen. Mit viel Engagement, Idealismus, Umsicht und Einsatzbereitschaft ist es gelungen, die größte volkskundliche Sammlung im deutschsprachigen Raum zu fördern. Dieses Juwel der Tiroler Museumslandschaft, das nicht nur die einheimische Bevölkerung und ausländische Gäste, sondern vor allem unsere Jugend anspricht, trägt wesentlich zur Wahrung und Vermittlung der Volkskultur und damit auch zur Tiroler Identität bei. Im „Forum Land“, also in der früheren Akademikersektion des Tiroler Bauernbundes, ist Hofrat Kronsteiner, der in den vielen Jahren seiner beruflichen Tätigkeit beim Land Tirol sich besonders um die Grundzusammenlegungen verdient gemacht hat,  seit Jahrzehnten tätig. Über 20 Jahre war er dort Obmann und hat auch in diesem Bereich zahlreiche Initiativen, vor allem im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich, gesetzt. Immer wieder führte Hofrat Kronsteiner  die Mitglieder beider Vereine in Exkursionen nach Süd- und Osttirol, um diesen kulturinteressierten Tirolern die Schätze unseres  gesamten Landes in Natur und Museen näher zu bringen. Bei dieser Feier sagte Bürgermisterin Oppitz Plörer wörtlich: "Ich betone, dass bei Ehrungen der Stadt Innsbruck der Gedanke, Menschen zu würdigen, die sich weit über ihre Pflicht hinaus für die Interessen der Gemeinschaft eingesetzt haben, im Vordergrund steht. Es ist wichtig, die Öffentlichkeit auf jene Mitbürgerinnen und Mitbürger aufmerksam zu machen, deren Einsatz für unser Gemeinwesen beispielhaft ist." (Dr. Heinz Wieser)

Jahresausklang des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums

In der Hofkirche zu Innsbruck zelebrierte am 30. November P. Guido Demetz OFM zum Jahresausklang des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums  einen stimmungsvollen Wortgottesdienst, den Prof. Mag. Reinhard Jaud an der Ebert-Orgel begleitete.

P. Guido unterstrich in seiner Predigt die Bedeutung der Volkskunst, die bei uns in Tirol vielfach mit Symbolen der Kirche verbunden ist. Er kam auf den Stellenwert der Adventzeit als Vorbereitung für Weihnachten zu sprechen, die von einem wochenlangen kommerziellen Weihnachten-Feiern überlagert wird.

Obmann Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner streifte die Ereignisse des nun zu Ende gehenden Vereinsjahres und gab einen Ausblick auf geplante Termine für das kommende Jahr. Museumsleiter Karl C. Berger wies auf die vielfältigen Arbeiten des Tiroler Volkskunstmuseums hin.

Im Anschluss an diese würdige kirchliche Feier gab es bei Zelten, Speck und Wein noch lange viele interessante Gespräche. (Dr. Heinz Wieser)

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