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Ausstellung "Was Hänschen nicht lernt..." im Innsbrucker Zeughaus

200 interessante Schulobjekte sind bis 13. März 2016 zu sehen

Wer einen nostalgischen Rückblick auf seine Schulzeit machen oder als jüngerer Mensch Schulatmosphäre von damals schnuppern will, der hat bis 13. März 2016 die einmalige Gelegenheit, einen interessanten und nicht alltäglichen Blick in das Schulleben von gestern und vorgestern zu werfen.

Die mit viel Liebe, Intuition und Begeisterung aber auch mit profundem Wissen aufgestellten 200 Objekte, die von Bildung, politisch gesteuertem Schulwesen aber auch vom Schulalltag berichten, erklärte am 4.Dezember die Kostodin der Historischen Sammlungen im Innsbrucker Zeughaus, Dr. Claudia Sporer-Heis, rund 40  Mitgliedern des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums, die mit ihrem Obmann Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner gekommen sind.

Diesem attraktiven und kurzweiligem Kulturangebot, das spannende Einblicke vielleicht sogar in die eigene schulische Vergangenheit bietet, ist eine lesenswerte und aufschlussreiche, 79 Seiten umfassende  Broschüre über das Innsbrucker Schulwesen beigefügt.   

Zu sehen gibt es auch die 1774 von Maria Theresia erlassene Schulordnung, mit der die Schulpflicht eingeführt wurde. Die Ausstellung gibt neben der politischen Entwicklung des Schulsystems in Tirol Einblick in den Schulalltag vergangener Zeiten und thematisiert die Berufswelt der Lehrer und das Schulleben von Kindern und Jugendlichen. (Dr. Heinz Wieser)

Jahresausklang und Vollversammlung 2015

Liebe Freunde des Tiroler Volkskunstmuseums,
wie schon im letzten Jahr wollen wir das Jahr durch einen Wortgottesdienst ausklingen lassen. Wir möchten Sie deshalb am

Mittwoch, 25. November 2015 um 18.00 Uhr herzlich zum WORTGOTTESDIENST in der HOFKIRCHE und anschließendem JAHRESAUSKLANG im VOLKSKUNSTMUSEUM

einladen.

Wir feiern gemeinsam mit Pater Guido den Wortgottesdienst und Reinhard Jaud wird ihn an der Ebertorgel begleiten. Die Bronzestatuen werden mit Kerzenlicht erhellt. Diese Atmosphäre soll uns in die vorweihnachtliche Zeit einstimmen.

Bei einem Glas Wein, Zelten und Speck wollen wir das Vereinsjahr 2015, das uns besonders wertvolle Begegnungen, anregende Gespräche und interessante Einblicke in die Kultur Tirols gebracht hat, im Tiroler Volkskunstmuseum harmonisch ausklingen lassen.

Aus organisatorischen Gründen bitten wir, die Teilnahme verlässlich unter Tel. 0512-59489-510 oder @mail h.kapferer@tlmf.at anzumelden. Für die Unkosten wird um eine freiwillige Spende gebeten.

Gerne weisen wir auch noch darauf hin, dass am

Freitag, 4. Dezember 2015 um 18 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „Was Hänschen nicht lernt ...“ (Führung durch Fr. Dr. Claudia Sporer-Heis) stattfindet.

Anschließend laden wir zur Jahreshauptversammlung (19 Uhr) mit der Neuwahl des Vorstandes im Zeughaus ein.

Symposion anlässlich der Ausstellung „Mehr als Worte. Zeichen. Symbole. Sinnbilder."

Anlässlich der Ausstellung „Mehr als Worte. Zeichen. Symbole. Sinnbilder" organisiert der Freundeskreis für Donnerstag, 15.10.2015, Symposion  mit vier Referaten.
Ort: Seminarraum der Tiroler Versicherung, W. Greil-Straße, Innsbruck
Das Symposion wird in Zusammenarbeit mit der Tiroler Landesversicherung und den Tiroler Landesmuseen veranstaltet. Der Eintritt ist frei.

Wir freuen auf zahlreichen Besuch.

Programm (pdf)

14.00     Begrüßung
Mag. Franz Mair, Vorstand Tiroler Versicherung
Dir. Dr. Wolfgang Meighörner, Tiroler Landesmuseen
HR D.I. Otmar Kronsteiner, Obmann Freundeskreis Tiroler Volkskunstmuseum

Moderation: Karl C. Berger

Dir. Dr. Leo Andergassen, Schloss Tirol
Fanum – Profanum. Zur Bildsprache des Heiligen in der mittelalterlichen Heiligenlegende

Gerade in den zahlreichen Legenden- und Vitendarstellungen trifft man bildhaft auf den Unterschied zwischen dem Heidnischen und dem Christlichen, beide einander konträren Pole prallen drastisch aufeinander. Im Muster der Erzählung gibt es Konstanten, die wiederkehren, die auch wie Chiffren gelesen werden wollen. So gehört das Überwinden der Marter zum Bild des Voraussiegs, als Beweis für das Einschreiten Gottes. Der Dualismus von Gut und Böse, der keine Grauzone kennt, durchzieht die Vitenfolge. Die Ablehnung des Götzenkultes ist erzähltechnisch an den Beginn der Argumentation gestellt. Der Vortrag erschließt anhand von Bildbeispielen aus dem lokalen Raum das propagandistische Legendendenken und lenkt dabei vor allem den Blick auf eine verschüttete Bildsprache.

Dir. Dr. Christoph Kürzeder, Diözesanmuseum Freising
Heilige Dinge – Bedeutsame Zeichen. Katholische Sakramentalien für alle Lebenslagen.

Die Wechselwirkung zwischen gelehrter Theologie und gelebter Frömmigkeit wird nirgends deutlicher als in der religiösen Sachkultur des katholischen Alpenraums vom 17. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Geist der Gegenreformation und unterstützt von geistlichen Orden wurden die Gläubigen mit einem Kosmos von geweihten Dingen versorgt, die Schutz und Segen in allen Bereichen des Lebens garantieren sollten. Das daraus entwickelte ausgefeilte Zeichensystem ist in Objekten wie dem Wettersegen, Breverl und verschiedenen Amuletten zwar optisch präsent, jedoch  heute schwer verständlich. Seit der Aufklärung werden diese Phänomene deshalb immer wieder in den Bereich des Aberglaubens und der Magie verbannt. Doch das in ihnen zum Ausdruck kommende Grundanliegen, Objekte der Selbstvergewisserung zu sein, die das menschliche Leben in den Kontext von Heil und Transzendenz rücken, bleibt eine anthropologische Konstante.

Anschl. Pause

Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Walde, Innsbruck
Die Pracht der Macht. Antike Machtsymbole und wir.

Mit dem Umsturz von der Jahrhundertealten Republik zur Monarchie wurde es unter Kaiser Augustus notwendig, die neu errungene Alleinherrschaft auch durch Symbole, Bilder, Zeichen und Mythen zu stärken und zu propagieren. Nicht nur die Person des Kaisers und das Erscheinungsbild der höchsten Beamten trugen die edlen römischen Grundeigenschaften (tugendhafter Mut, Milde und religiöse Pflichterfüllung) symbolisch in die Öffentlichkeit. Nur ein paar Beispiele: sie traten auf als Straßenbauer, beim Darbringen öffentlicher Opfer, als unbesiegbare Feldherren, mild gegen die besiegten Feinde etc. Das Goldene Zeitalter in jeder Hinsicht zu feiern war die grundlegende Forderung der politischen Propaganda. Vieles ähnelt mutatis mutandis dem heutigen Auftreten unserer eigenen Politiker und regt wohl an, darüber nachzudenken.

HR Dr. Herta Arnold, Innsbruck
Perlmuschel & Paradiesvogel. Zur Emblematik in der Tiroler Kunst

Meist unbeachtet bleiben kleine Freskomedaillons mit lateinischen und deutschen Inschriften, die vielfach große barocke Deckenbilder in unseren Kirchen begleiten und sie weiter ausdeuten. Freilich erschließt sich dieser Malerei und Dichtkunst verbindende Rätselsport, der seit der Renaissance in ganz Europa große Mode war, uns Heutigen nicht mehr so ohne weiteres. Die Quellen reichen teils bis in die Antike zurück, naturwissenschaftliche Irrtümer können zur reizvollen Illustration von Mariensymbolen werden und als solche witziger weise auch noch die Aufklärung überleben. Die verschlungenen Pfade der Emblematik laden zu Entdeckungsreisen!

Programmvorschau: Oktober - Dezember 2015

Liebe Freunde des Tiroler Volkskunstmuseums,
wir erlauben uns, Ihnen die nächsten Veranstaltungen bzw. Führungen unseres Vereins in Erinnerung zu rufen. Über eine rege Teilnahme würden wir uns sehr freuen und bitten um Anmeldung unter 59489-510 (Montag bis Freitag, 8 - 16 Uhr oder per Mail an: h.kapferer@tiroler-landesmuseen.at).
 

OKTOBER
Donnerstag, 8. Oktober, 17.30 Uhr
Konzert an der Ebertorgel, Albrecht Koch (Freiberg/Sachsen)
Freier Eintritt für Mitglieder des Freundeskreis (für Nicht-Mitglieder: € 7,--)
Keine Anmeldung erforderlich

Donnerstag, 15. Oktober 2015, 14 Uhr
Symposion: Zeichen-Symbole-Sinnbilder
Seminarraum der Tiroler Landesversicherung
Wilhelm-Greil-Straße 10, 6020 Innsbruck

mit Vorträgen von Leo Andergassen (Schloss Tirol), Christoph Kürzeder (Diözesanmuseum Freising), Herta Arnold (Innsbruck) und Elisabeth Walde (Innsbruck);
 

NOVEMBER
4. November 2015, 16 Uhr
Ausstellung „Clemens Fürtler“
Führung durch Dr. Günther Dankl
Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum
Mittwoch, 25. November 2015, 18 Uhr
Wortgottesdienst zum Jahresabschluss
Hofkirche
 

DEZEMBER
Freitag, 4. Dezember 2015, 18 Uhr
Ausstellung „Was Hänschen nicht lernt…“
Führung durch Dr. Claudia Sporer-Heis
Museum im Zeughaus

anschließend (19 Uhr): Jahreshauptversammlung
danach gemütliches Beisammensein

Donnerstag, 10. Dezember 2015, 18 Uhr
Ausstellungseröffnung „Geschenke und Präsente“
Tiroler Volkskunstmuseum
 

Mittwoch, 16. Dezember 2015, 17 Uhr
Ausstellung „Geschenke und Präsente“
(Führung durch Karl C. Berger, Anna Horner und Katharina Niedermüller)
Tiroler Volkskunstmuseum

25 Jahre Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums: Sommernachtsfest in den Arkaden des Tiroler Volkskunstmuseums

Der Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums feiert am 20.Juni 2015 um 19.00 Uhr mit einem Sommernachtsfest in den Arkaden des Tiroler Volkskunstmuseums das 25-jährige Bestehen. Nach der Begrüßung durch Obmann Hofrat Dipl.Ing. Otmar Kronsteiner folgen Grußworte von Karl C. Berger, dem Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, und vom Geschäftsführer der Tiroler Landesmuseen, Direktor Dr. Wolfgang Meighörner. Einen Rückblick über die vergangenen 25 Jahre gibt Ehrenobmann Dipl.Ing. Dr. Franz Fischler.

Der Freundeskreis wurde im Jahre 1990 mit dem Ziel gegründet, das Volkskunstmuseum finanziell und ideell zu unterstützen. Die Gründungsversammlung fand damals  am 9.März statt. Mit viel Engagement, Idealismus, Umsicht und Einsatzbereitschaft ist es gelungen, die größte volkskundliche Sammlung im deutschsprachigen Raum zu fördern. Dieses Juwel der Tiroler Museumslandschaft, das nicht nur die einheimische Bevölkerung und ausländische Gäste, sondern vor allem unsere Jugend ansprechen soll, trägt wesentlich zur Wahrung und Vermittlung der Volkskultur und damit auch zur Tiroler Identität  in einem völlig neuem Gewand bei. Nach einem schwierig abgerungenen Spagat zwischen Inszenierung, Szenographie und Wissenschaftlichkeit präsentiert sich nun ein modernes, abwechslungsreiches und spannendes Museum, von dem die Besucher begeistert sind. (Dr. Heinz Wieser)

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