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Ausstellung "Front-Heimat. Tirol im 1.Weltkrieg" im Tiroler Landesmuseum

Rund 50 Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Obmann Hofrat Dipl.Ing. Otmar Kronsteiner an der Spitze und des "Forums Land" trafen sich am 27.Mai im Tiroler Landesmuseum zur Besichtigung der bis 1.November geöffneten Ausstellung "Front-Heimat. Tirol im 1.Weltkrieg". Zur Ausstellung erschien auch der 207 Seiten umfassende Begleitband "Front-Heimat-Tirol im Ersten Weltkrieg.

 Die Kustodin des Museums im Zeughaus, Dr. Claudia Sporer-Heis, begrüßte zu Beginn der Führung die Teilnehmer und hob hervor, dass diese Ausstellung daran erinnert, dass Tirol durch die Kriegserklärung Italiens an die Habsburgermonarchie Österreich-Ungarn vor genau 100 Jahren Schauplatz des seit Sommer 1914 tobenden Ersten Weltkrieges wurde, keine Kriegsausstellung ist. Vielmehr beleuchtet sie den Alltag von Soldaten und der Zivilbevölkerung während der Kriegsjahre.

 An der Ostfront hatten bereits zahlreiche Tiroler ihr Leben gelassen. Die Besucher der Ausstellung werden in die Welt zwischen Front und Hinterland versetzt. Die herrschende Armut war in Tirol überall zu spüren und die Bevölkerung musste großen Einfallsreichtum beweisen, um den Alltag aufrecht zu erhalten. So verwerteten die Menschen z. B. Kartoffelschalen als Zutat in Rezepten und stellten Kleidung mitunter aus Papier her. Gezeigt werden Ausrüstungsgegenstände und Erinnerungsstücke von Soldaten, wie zum Beispiel ein Rosenkranz aus Patronenhülsen oder eine Gitarre mit Unterschriften zahlreicher Kriegskameraden. Viele Leihgaben, die in der Ausstellung zu sehen sind, fanden über eine landesweite Sammelaktion den Weg ins Museum. Unter den so entdeckten Exponaten befinden sich Kuriositäten wie zum Beispiel ein Italienisch-Wörterbuch, das ein Soldat zur besseren Verständigung mit der Bevölkerung an der Front bei sich trug. Die Funktion der Feldpost als Verbindung zur Heimat und die massive Zensur, mit der Nachrichten belegt wurden, werden in der Ausstellung mit Karten und Briefen aus der Zeit beleuchtet. Die Kunst im Ersten Weltkrieg wird u. a. durch Werke von Albin Egger-Lienz, Oskar Kokoschka und Alfons Walde repräsentiert. Waren viele Maler zu Beginn des Krieges dem Krieg gegenüber positiv eingestellt, lässt sich in den Bildern beobachten, wie sich diese Haltung mit andauerndem Krieg teilweise veränderte. (Dr. Heinz Wieser)

Ausstellung "Mehr als Worte" im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck bis 8.November täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr

Eine hochinteressante Ausstellung im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck, die bis 8.November täglich in der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr zugänglich ist, befasst sich mit dem immer aktuellen Thema "Mehr als Worte - Zeichen, Smbole und Sinnbilder". Ist es nicht so, dass wir im Leben in unserer Kommunikation auf nicht in Worten gekleidete Orientierungshilfen angewiesen sind?

Diese sichtbaren Positionslichter begleiten uns vom täglichen "Handyverkehr" mit Smilies bis zu den Verkehrsschildern, von religiösen Sinnbildern bis zu Logos für Tirol und die Alpen. Deshalb war es auch kein Wunder, dass ein staunendes Publikum zu der am 23. April stattgefundenen Ausstellungseröffnung gekommen ist, die mit Begrüssungsworten des Direktors der Tiroler Landesmuseen, Dr. Wolfgang Meighörner, begann. Der Obmann des Vereins Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums, Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, hob die Bedeutung dieser Ausstellung hervor und wies darauf hin. dass der von ihm gegründete Freundeskreis heuer das 25-jährige Bestandsjubiläum feiert. Er wurde im Jahre 1990 mit dem Ziel gegründet, das Volkskunstmuseum finanziell und ideell zu unterstützen. Die Gründungsversammlung fand damals am 9.März statt. Mit viel Engagement, Idealismus, Umsicht und Einsatzbereitschaft ist es gelungen, die größte volkskundliche Sammlung im deutschsprachigen Raum zu fördern.

Zur Ausstellung selbst sprachen der neue Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Mag. Karl C. Berger, und dessen Mitarbeiterin, Mag. Anna Horner: "Zeichen und Symbole können in unbekannte Sphären führen. In gewisser Weise sind alle Symbole eine Art Geheimcode. Man versteht sie nur in bestimmten zeitlichen und kulturellen Zusammenhängen. Besonders reizvoll war es deshalb, den Geschichten hinter einzelnen Zeichen und Symbolen nachzugehen. Denn: Zeichen und Symbole sind materiell fassbare Teile einer unsichtbaren Wirklichkeit und verweisen auf menschliches Handeln, Gefühle oder Werte". Schliesslich nahm der Präsident des Tiroler Landtages, DDr. Herwig van Staa, die Eröffnung der Ausstellung vor und unterstrich den kulturellen Stellenwert des Tiroler Volkskunstmuseums in unserem Lande. Van Staa sprach auch Worte des Gedenkens für den am 20.April verstorbenen Volkskundler, Schriftsteller, Fotografen und ehemaligen Südtirol-Aktivisten, Prof. Dr. Wolfgang Pfaundler.

Wolfgang Pfaundler zum Gedenken

Am 20.April verschied der Volkskundler, Schriftsteller, Fotograf und ehemalige Südtirol-Aktivist Wolfgang Pfaundler im Alter von 91 Jahren. Der Herausgeber der Kulturzeitschrift „Das Fenster“, war auch Filmemacher und Fotograf. Insgesamt verfasste er als Autor und Koautor 32 Bücher, darunter über Jahre hindurch das „Tiroler Jungbürgerbuch“, mit dem er mehreren Generationen von jungen TirolerInnen den Blick auf die Heimat schärfte. Pfaundler unterstützte vor allem auch junge Menschen. Für sein Wirken wurde ihm die Ehrenprofessur zuteil, wobei ihm dann als Dozent vor allem die Tiroler Fasnacht beschäftigte.

Mehrmals konnte er Facetten seines fotografischen Könnens im Volkskunstmuseum präsentieren: 2004 etwa in der Ausstellung "Steinerne Zeugen" oder 2007 im Zuge der Schau "Masken-Menschen". Eine besondere Bedeutung in seinem Leben hatte der Kampf gegen Nationalsozialismus und Faschismus. In den Sechziger Jahren engagierte er sich als Mitorganisator der Südtiroler Feuernacht für die Freiheit Südtirols. Pfaundler war ein starker Verfechter der Gerechtigkeit und ein aktiver Widerständler gegen Unrecht Damit bewies er nicht nur Charakterstärke, sondern großen Mut. Wolfgang Pfaundler kam am 1. Jänner 1924 zur Welt und war Vater von drei Söhnen und einer Tochter. Er erhielt das "Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst" sowie das "Ehrenzeichen des Landes Tirol" und das " Kulturehrenzeichen der Stadt Innsbruck".

Großes Interesse an Elmar-Peintner-Ausstellung

Zahlreiche Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums fanden sich kürzlich mit Obmann Hofrat Dipl, Ing. Otmar Kronsteiner im Tiroler Landesdesmuseum Ferdinandeum ein, um die Werke des aus Zams stammenden Zeichners und Malers Elmar Peintner zu bewundern. Unter dem Titel „Enigma“ zeigt der mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete Künstler einen Querschnitt seines Werkes sowie aktuelle Arbeiten. Naturgebilde wie Knospen und Steinformationen, Kinderkörper mit Gesichtern von alten Menschen, aber auch symbolhaft wirkende Motive wie Pferdekopf und Füße bestimmen die Bilderwelt von Elmar Peintner. Sein scharfes Auge legt mikroskopische Strukturen in der Natur frei. Durch Überlagerungen, rätselhafte Kombinationen und seine Vorliebe für Transformationen schildert der Künstler zugleich die Vielschichtigkeit des menschlichen Seins. Mit über 40 Arbeiten von 1974 bis 2014 zeigte das Ferdinandeum einen Querschnitt durch das Werk des international bekannten Tiroler Künstlers. Elmar Peintner gehört zu den international bekannten Künstlern Tirols. In all seinen Werken erweist sich Peintner als ein stiller Beobachter der Natur und des Menschen. Zugleich aber ist er ein Künstler, für den das Zeichnen und Malen stets mit dem Freilegen von Strukturen und dem Blick hinter die rein äußeren Erscheinungsformen der Natur und des Menschen zu tun haben. (Dr. Heinz Wieser)

Termine Jänner & Februar 2015

16.1. 2015, 13.30 Uhr: Krippenführung in Ranggen mit Obmann Hermann Mair: Treffpunkt: vor der Pfarrkirche Ranggen // 23. 1. 2015, 16.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Enigma“ mit Elmar Peintner; Treffpunkt: Eingangsbereich Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum // 18.2. 2015, 16.00 Uhr: Führung durch die Abgusssammlung des Archäologischen Museums mit Dietrich Feil; Treffpunkt: vor dem Hauptgebäude der Universität

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