Archiv
Seiten: 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23 

Ausstellung "Mehr als Worte" im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck bis 8.November täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr

Eine hochinteressante Ausstellung im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck, die bis 8.November täglich in der Zeit von 9.00 bis 17.00 Uhr zugänglich ist, befasst sich mit dem immer aktuellen Thema "Mehr als Worte - Zeichen, Smbole und Sinnbilder". Ist es nicht so, dass wir im Leben in unserer Kommunikation auf nicht in Worten gekleidete Orientierungshilfen angewiesen sind?

Diese sichtbaren Positionslichter begleiten uns vom täglichen "Handyverkehr" mit Smilies bis zu den Verkehrsschildern, von religiösen Sinnbildern bis zu Logos für Tirol und die Alpen. Deshalb war es auch kein Wunder, dass ein staunendes Publikum zu der am 23. April stattgefundenen Ausstellungseröffnung gekommen ist, die mit Begrüssungsworten des Direktors der Tiroler Landesmuseen, Dr. Wolfgang Meighörner, begann. Der Obmann des Vereins Freundeskreis des Tiroler Volkskunstmuseums, Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner, hob die Bedeutung dieser Ausstellung hervor und wies darauf hin. dass der von ihm gegründete Freundeskreis heuer das 25-jährige Bestandsjubiläum feiert. Er wurde im Jahre 1990 mit dem Ziel gegründet, das Volkskunstmuseum finanziell und ideell zu unterstützen. Die Gründungsversammlung fand damals am 9.März statt. Mit viel Engagement, Idealismus, Umsicht und Einsatzbereitschaft ist es gelungen, die größte volkskundliche Sammlung im deutschsprachigen Raum zu fördern.

Zur Ausstellung selbst sprachen der neue Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Mag. Karl C. Berger, und dessen Mitarbeiterin, Mag. Anna Horner: "Zeichen und Symbole können in unbekannte Sphären führen. In gewisser Weise sind alle Symbole eine Art Geheimcode. Man versteht sie nur in bestimmten zeitlichen und kulturellen Zusammenhängen. Besonders reizvoll war es deshalb, den Geschichten hinter einzelnen Zeichen und Symbolen nachzugehen. Denn: Zeichen und Symbole sind materiell fassbare Teile einer unsichtbaren Wirklichkeit und verweisen auf menschliches Handeln, Gefühle oder Werte". Schliesslich nahm der Präsident des Tiroler Landtages, DDr. Herwig van Staa, die Eröffnung der Ausstellung vor und unterstrich den kulturellen Stellenwert des Tiroler Volkskunstmuseums in unserem Lande. Van Staa sprach auch Worte des Gedenkens für den am 20.April verstorbenen Volkskundler, Schriftsteller, Fotografen und ehemaligen Südtirol-Aktivisten, Prof. Dr. Wolfgang Pfaundler.

Wolfgang Pfaundler zum Gedenken

Am 20.April verschied der Volkskundler, Schriftsteller, Fotograf und ehemalige Südtirol-Aktivist Wolfgang Pfaundler im Alter von 91 Jahren. Der Herausgeber der Kulturzeitschrift „Das Fenster“, war auch Filmemacher und Fotograf. Insgesamt verfasste er als Autor und Koautor 32 Bücher, darunter über Jahre hindurch das „Tiroler Jungbürgerbuch“, mit dem er mehreren Generationen von jungen TirolerInnen den Blick auf die Heimat schärfte. Pfaundler unterstützte vor allem auch junge Menschen. Für sein Wirken wurde ihm die Ehrenprofessur zuteil, wobei ihm dann als Dozent vor allem die Tiroler Fasnacht beschäftigte.

Mehrmals konnte er Facetten seines fotografischen Könnens im Volkskunstmuseum präsentieren: 2004 etwa in der Ausstellung "Steinerne Zeugen" oder 2007 im Zuge der Schau "Masken-Menschen". Eine besondere Bedeutung in seinem Leben hatte der Kampf gegen Nationalsozialismus und Faschismus. In den Sechziger Jahren engagierte er sich als Mitorganisator der Südtiroler Feuernacht für die Freiheit Südtirols. Pfaundler war ein starker Verfechter der Gerechtigkeit und ein aktiver Widerständler gegen Unrecht Damit bewies er nicht nur Charakterstärke, sondern großen Mut. Wolfgang Pfaundler kam am 1. Jänner 1924 zur Welt und war Vater von drei Söhnen und einer Tochter. Er erhielt das "Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst" sowie das "Ehrenzeichen des Landes Tirol" und das " Kulturehrenzeichen der Stadt Innsbruck".

Großes Interesse an Elmar-Peintner-Ausstellung

Zahlreiche Mitglieder des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums fanden sich kürzlich mit Obmann Hofrat Dipl, Ing. Otmar Kronsteiner im Tiroler Landesdesmuseum Ferdinandeum ein, um die Werke des aus Zams stammenden Zeichners und Malers Elmar Peintner zu bewundern. Unter dem Titel „Enigma“ zeigt der mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete Künstler einen Querschnitt seines Werkes sowie aktuelle Arbeiten. Naturgebilde wie Knospen und Steinformationen, Kinderkörper mit Gesichtern von alten Menschen, aber auch symbolhaft wirkende Motive wie Pferdekopf und Füße bestimmen die Bilderwelt von Elmar Peintner. Sein scharfes Auge legt mikroskopische Strukturen in der Natur frei. Durch Überlagerungen, rätselhafte Kombinationen und seine Vorliebe für Transformationen schildert der Künstler zugleich die Vielschichtigkeit des menschlichen Seins. Mit über 40 Arbeiten von 1974 bis 2014 zeigte das Ferdinandeum einen Querschnitt durch das Werk des international bekannten Tiroler Künstlers. Elmar Peintner gehört zu den international bekannten Künstlern Tirols. In all seinen Werken erweist sich Peintner als ein stiller Beobachter der Natur und des Menschen. Zugleich aber ist er ein Künstler, für den das Zeichnen und Malen stets mit dem Freilegen von Strukturen und dem Blick hinter die rein äußeren Erscheinungsformen der Natur und des Menschen zu tun haben. (Dr. Heinz Wieser)

Termine Jänner & Februar 2015

16.1. 2015, 13.30 Uhr: Krippenführung in Ranggen mit Obmann Hermann Mair: Treffpunkt: vor der Pfarrkirche Ranggen // 23. 1. 2015, 16.00 Uhr: Führung durch die Ausstellung „Enigma“ mit Elmar Peintner; Treffpunkt: Eingangsbereich Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum // 18.2. 2015, 16.00 Uhr: Führung durch die Abgusssammlung des Archäologischen Museums mit Dietrich Feil; Treffpunkt: vor dem Hauptgebäude der Universität

Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer empfing Vorstand des „Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums“

Bürgermeisterin Mag. Christine Oppitz-Plörer empfing am 8. Jänner den Vorstand des „Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums“ mit Obmann Hofrat Dipl. Ing. Otmar Kronsteiner an der Spitze. In einem von freundschaftlicher Atmosphäre gekennzeichnetem Gespräch würdigte die Bürgermeisterin die Bedeutung des Freundeskreises, der mit viel Engagement, Idealismus, Umsicht und Einsatzbereitschaft die größte volkskundliche Sammlung im deutschsprachigen Raum fördert. „Dieses Museum, das nicht nur im kulturellen Leben der Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck einen besonderen Akzent darstellt, sondern auch die einheimische Bevölkerung wie auch unsere Gäste anspricht, trägt wesentlich zur Wahrung und Vermittlung der Volkskultur und damit auch zur Tiroler Identität bei“, sagte Bgm. Mag. Oppitz Plörer wörtlich, die durch diese besondere kulturelle Stätte auch gerne offizielle Delegationen und private Kreise führt. Der stellvertretende Vereinsobmann und 1976 geborene, aus Matrei i.O. stammende Mag. Karl Berger, der schon bisher als wissenschaftlicher Museumsmitarbeiter sein Wissen und Können bewies, stellte sich als neuer Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums der Frau Bürgermeisterin vor. Er löste zu Jahresbeginn Dr. Herlinde Menardi in dieser Funktion ab. Obmann Hofrat Kronsteiner erinnerte dran, dass dieser Verein im Jahre 1990 mit dem Ziel der finanziellen und ideellen Unterstützung des Volkskunstmuseums gegründet worden ist. Deshalb wird heuer auch das 25-jährige Bestandsjubiläum gefeiert. Mit dem Vereinsobmann haben am Empfang des Stadtoberhauptes Obmann-Stellvertreter Mag. Karl Berger und Hofrat Dr. Heinz Wieser, teilgenommen. Nach einem kurzen Überblick über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres skizzierte Obmann Kronsteiner noch das für heuer vorgesehene Vereinsprogramm. Kronsteiner überreichte sodann der Bürgermeisterin die Festschrift mit dem Titel "Gegengabe", die anlässlich der Pensionierung von Dr. Herlinde Menardi, der bisherigen Leiterin des Tiroler Volkskunstmuseums, herausgegeben wurde. Der neue Leiter des TVKM, Karl C. Berger, Otmar Kronsteiner und Herta Arnold haben die Festschrift organisiert. Das Buch hat 256 Seiten und ist im Verlag Athesia-Tappeiner erschienen (ISBN: 978-88-7073-805-6) 22 Beiträge von unterschiedlichen Autoren aus Nordtirol, Südtirol und dem Trentino sowie aus Österreich und Deutschland machen das Buch zu einer wertvollen Tirolensie. Zu bestellen unter: h.kapferer[at]tiroler-landesmusen.at (Dr. Heinz Wieser)

Seiten: 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  19  20  21  22  23