Besonderheiten des Tiroler Volkskunstmuseums

Vom Wandkästchen bis zum Strumpfwirkstuhl

Am 6. März präsentierte der Leiter des Tiroler Volkskunstmuseums, Dr. Karl Berger, den Mitgliedern des Freundeskreises mit Obfrau Herlinde Keuschnigg und des Forum Land Besonderheiten seiner umfangreichen Sammlung. Das Wandkästchen aus Schloss Kasten  im Vinschgau aus dem Jahre 1579  stellt eine Meraner Tischlereiarbeit dar. Bei dem eintürigen Wandkasten mit farbigen Intarsien zeigen die Pilaster der Umrahmung Vasen mit hochgezogenen  Blumensträußen. Das obere Türfeld stellt unter einem Rusticalbogen eine Architektur dar, in der ein Bär Dudelsack bläst. Im unteren Türfeld befindet sich ebenfalls ein Blumenstrauß unter einem Bogen. In einem Schaukasten befinden sich Mangelbretter und Wäscheklopfer aus dem Defreggen- und Pitztal. Sie dienten oft als Liebesgaben oder gehörten zur Brauausstattung. Detail eines Mangelbrettes mit reichen Kerbschnitzereien aus Buche aus dem Jahre 1684: Der Griff stellt sich in Form eines Meerweibchens dar. Ein anderer diesbezüglicher Griff in Gestalt eines Pferdes. (1722). Ein weiterer aus dem Pustertal stammender Wandkasten aus dem 17. Jahrhundert diente der Aufbewahrung von Kronthalern,  die in der Zeit von 1755 bis 1780 in den Österreichischen Niederlanden, 1780 bis1812 in anderen Erbländern des Hauses Österreich-Lothringen geprägt wurden. Imposant wirkt der für die Herstellung von Strümpfen wichtige Strumpfwirkstuhl von dem aus Rietz stammenden Anton Tschiderer, 1773. Schließlich konnte man auch noch Kacheln mit den Bildnissen von den Reformatoren bewundern.  

Dr. Heinz Wieser

Foto: Wandkästchen aus dem Vinschgau, 1579

 

 

 

 

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