Anton Christian

Gemälde und Skulpturen

Im Tiroler Volkskunstmuseum in Innsbruck eröffnete am 3. September nach der Begrüßung des Direktors der Tiroler Landesmuseen, Mag. Dr. Peter Assmann, und Volkskunstmuseums-Leiter Mag. Dr. Karl C. Berger, Kulturlandesrätin Dr. Beate Palfrader Anton Christians Ausstellung „Gemälde und Skulpturen“, die bis 7. Februar des kommenden Jahres täglich von 9 bis 17 Uhr zu sehen ist. Die Ausstellung befindet sich in zwei Stockwerken, den Themen der Dauerausstellung zugeordnet.

In Anton Christians Werken finden wir die Auseinandersetzung mit dem Archäischen, dem Ursprünglichen, in seiner Direktheit oft zu einer Ästethik des Hässlichen tendierend, die Literatur wird zu einem entscheidenden Bezugspunkt. Texte im Bild sind ein wichtiges formales wie inhaltliches Kriterium. Sein künstlerisches Schaffen ist stets politisch, konfrontiert den Betrachter mit der Brutalität des realen Lebens. Seine Serie mit Übermalungen mit Fotos von Frühgeburten und Embryos schockiert und greift Tabubereiche unserer Gesellschaft heraus. So widmet sich der Tiroler Künstler Anton Christian, der sich selbst als „Menschenmaler“ bezeichnet, seit Jahren den Schattenseiten des menschlichen Daseins. Zentrale Themen seiner Bilder sind die Grundkonstanten des menschlichen Seins: Geburt und Tod, Krieg und Leid, Angst und Einsamkeit oder die Gebrechen des Alterns.

Schmerz

Anton Christian ist überzeugt, dass rein abstrakte Kunst ohne Gegenstand als Anhaltspunkt keine Emotionen erzeugt: „Kunst ohne Aussage ist Kunst für nichts. Ich betrachte mich als Geschichtenerzähler. Schließlich: Kunst muss sinnlich sein, nicht magersüchtig“.

Zu seinem 80. Geburtstag widmen ihm die Tiroler Landesmuseen, das Museum Rabalderhaus Schwaz und die Villa Schindler in Telfs eine gemeinsam angelegte Ausstellung. Werden in Schwaz erstmals Fotografien des Künstlers vorgestellt und in Telfs das grafische Werk präsentiert, so treten im Tiroler Volkskunstmuseum seine Gemälde und Skulpturen in einen Dialog mit ausgewählten Werken der Dauerausstellung des Museums.

Der 1940 geborene Innsbrucker Künstler, an der Akademie der bildenden Künste in Wien und der Académie des Beaux-Arts in Paris ausgebildet, wendet sich zunächst der konzeptuellen Kunst zu. Ab Mitte der 1970er Jahre widmet er sich fast ausschließlich der Zeichnung und der Malerei. Daneben entstehen immer wieder auch Objekte, Installationen und Skulpturen sowie Fotografien, die ihm als Ausgang für seine Bildfindungen dienen oder direkt in die Bilder einfließen. Eine bedeutende Rolle kommt auch der Literatur bzw. der Schrift zu. Ins Bild aufgenommene Texte verschwinden oft unter der Malerei und werden somit als Denkspuren sichtbar.

Dr. Heinz Wieser

 

 

 

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