Jakob Kirchmayr präsentiert sein Fastentuch im Innsbrucker Dom

Di., 31. Mär 2026, 15:00 Uhr
Dom zu St. Jakob

Am Dienstag, 31. März um 15.00 Uhr lädt der Künstler Jakob Kirchmayr die Mitglieder des Freundeskreises zu einer exklusiven Präsentation seines Werks im Innsbrucker Dom ein

Im Rahmen der Kunstinterventionen zur Fastenzeit in Innsbrucker Kirchen ist im Dom zu St. Jakob ein ganz besonderes Werk zu bestaunen:
Jakob Kirchmayr präsentiert dort sein Werk, „Spuren des Feuers“ - ein mehrteiliges, großformatiges Fastentuch, (2023/24) aus mit Feuer bearbeiteten Stoffen.

Das überwältigende „Fastentuch“ des in Wien lebenden Künstlers Jakob Kirchmayr besteht aus 20 verbrannten, geräucherten, mit Asche, Erde und Kohle abgeriebenen und dem Regen ausgesetzten Baumwolltüchern. Die Spuren des Feuers sind offensichtlich – wirken bedrohlich apokalyptisch und wunderschön zugleich. 140 Quadratmeter Stoff händisch vernäht – aufgrund der Bearbeitung ein einziger großer „Trauerfetzen“. Auf der Rückseite hält eine Konstruktion aus Seilen das fragile Gewebe zusammen. Durch das Raffen und Knittern der Tücher entstand ein Bildwerk mit skulpturalem Charakter. Es beansprucht den Raum und nimmt sich zugleich zurück – wie ein fragiler, verletzter Leib schwebt es vor uns. Und berührt mit seinen offensichtlichen Spuren von Verletzungen.
Sind es die großen apokalyptischen Bedrohungen unserer Zeit, die wir hier indirekt vor Augen haben? Die Vernichtungspotentiale, die alles in Brand setzen können? Oder sehen wir, was von den Bettlaken in den von Krieg verödeten Häusern und Spitälern übrigblieb? Wir wissen es nicht. Gefühlt sind es Tücher der Sehnsucht, sich endlich wieder bergen zu dürfen, wo und bei wem auch immer. "Unsere Welt scheint an einem Wendepunkt angelangt zu sein und wir müssen achtsam sein, dass unsere Gesellschaft nicht daran zerfällt“, sagt Jakob Kirchmayr und fügt deutend zum Tuch hinzu: „Vielleicht ein Zeichen der Hoffnung, denn die vielen Relikte, die vom zerstörerischen Feuer übrigblieben, wurden zu einer Einheit zusammengenäht – die Nähte erinnern wie Narben an Wunden.“ Ein Neubeginn nach dem Feuer? (Quelle: Diözese Innsbruck)

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