Das Archäologische Universitätsmuseum

Die größte Kollektion klassischer Antiken in Westösterreich

Das 1869 gegründete Archäologische Museum Innsbruck stellt in seiner Kombination aus Abgüssen, Kopien und Originalen die größte Kollektion klassischer Antiken in Westösterreich dar. Dieses besondere Museum war am 21. Oktober Ziel des Besuches des Freundeskreises des Tiroler Volkskunstmuseums mit Vorstandsmitglied Dr. Annegret Waldner und Mitgliedern des Forum Land.

Wie dabei assoz.-Prof. Mag. Dr. Florian Müller Bakk., Institutsleiter Archäologisches Museum Innsbruck, ausführte, wurde das Museum ursprünglich als reine Studiensammlung gegründet. Es nimmt mit diesem Schwerpunkt eine Sonderstellung innerhalb der Tiroler Museumslandschaft ein. Die Objekte, die sowohl im unter Denkmalschutz stehenden Hauptgebäude der Universität als auch im Neubau im Agnes-Heller-Haus besichtigt werden können, ermöglichen einen faszinierenden, nahezu geschlossenen Einblick in die griechische und römische Kunst- und Kulturgeschichte. Von der minoisch-mykenischen Zeit über die Archaik, die Klassik, den Hellenismus, die etruskische und römische Kunst bis in die Spätantike werden Objekte der Plastik, Architektur und Kleinkunst ausgestellt.

Als Ort der Bildung waren die denkmalgeschützten Räumlichkeiten im 1914 errichteten Hauptgebäude der Universität dem neoklassizistischen Geschmack der Zeit entsprechend mit Pilastern, griechischen Säulen und Kassettendecken bewusst an die Antike angelehnt worden, um die Exponate so auch im passenden architektonischen Rahmen präsentieren zu können. Demgegenüber stehen die antiken Objekte im 2023 eröffneten Agnes-Heller-Haus in starkem Kontrast zur modernen Architektur.

Dr. Florian Müller gab einen Einblick in die 1869 gegründete Universitätssammlung und präsentierte die Exponate sowohl in ihren historischen als auch modernen Ausstellungsräumlichkeiten. Anhand ausgewählter Objekte wurde ein Einblick in die antike Kunst- und Kulturgeschichte geboten. Gezeigt wurden, welche faszinierenden Erkenntnisse sich über das Leben der antiken Griechen und Römer aus den archäologischen Objekten gewinnen lassen. Besonders beeindruckend die Kopien: Das Mädchen von Aguntum, der Mithras-Stein von Mauls oder das Relief „Der Wagenlenker von Maria Saal“.

Dr. Heinz Wieser

 

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