Alles fremd - alles Tirol

Im Zentrum der Sonderausstellung "Alles fremd - alles Tirol" standen vom 22. April bis 6. November 2016 die Auswirkungen von Kulturkontakten sowie die Wahrnehmung des Fremden.

Ob durch Handwerk, Handel oder Reise: Der Kontakt mit anderen Ländern beeinflusst und verändert Menschen und ihre Kultur. Zu allen Zeiten wurden so Wissen, Techniken und Dinge verbreitet, nachempfunden oder zu etwas Neuem kombiniert.

Kulturkontakte lassen aber auch Stereotype entstehen – Fremdbilder über die „Anderen", die sich zwischen Faszination und Abgrenzung bewegen. Der Tschibuk rauchende Orientale als Uhrenständer oder Kaminfigur, goldverzierte Mohren in der Krippe, türkische Tücher in der Tracht – solche Objekte brachten Exotik in den Alltag. Sie waren wie ein ferner Gruß aus einem unbekannten Land: dosiert und gezähmt, weit weg und nicht bedrohlich.

Allerdings ist der Blick auf das Fremde im europäischen Denken zumeist ein negativer – bestimmt vom Bemühen, Grenzen aufzubauen, das Gegenüber abzuwehren und abzuwerten. Akribisch ordnet die berühmte Völkertafel aus dem 18. Jahrhundert den „in Europa befindlichen Völkern" tabellarisch bestimmte Eigenschaften zu. Sie macht deutlich, dass Stereotype und Vorurteile langlebige Grundlage von Nationalismus und Rassismus sind.

Die Sonderausstellung war Ausgangspunkt einer intensiven Beschäftigung mit der Migrationsgeschichte Tirols in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für MigrantInnen in Tirol (ZeMiT), der Universität Innsbruck, dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck. Aus diesem gemeinsamen Projekt ging die Sonderausstellung „Hier zuhause" vom 2. Juni bis 3. Dezember 2017 zur Arbeitsmigration der 1960er und 1970er Jahre hervor.

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